Sozialismus

Polizei behindert würdevolle Beerdigung der ermordeten Günay Özarslan in Istanbul

Polizei behindert würdevolle Beerdigung der ermordeten Günay Özarslan in Istanbul
Der Leichnam von Günay Özarslan wurde im Alevitischen Zentrum von ihren Genossinnen und Genossen vor den Angriffen der Polizei geschützt (foto: Yorum Bremen)

28.07.15 - Im Fall der von der türkischen Polizei bei einer Razzia hingerichteten Aktivistin der linken Organisation „Volksfront“, Günay Özarslan, (siehe dazu „rf-news“) hat „Yorum Bremen“ folgende Presserklärung herausgegeben:

„Bei den tagelangen Auseinandersetzungen um den Leichnam der kurdisch-stämmigen Günay Özarslan (Halk Cephesi-Volksfront), die während landesweiten Razzien in einem Familienhaus in Istanbul von der Polizei hingerichtet worden war, wurde das Alevitische Zentrum (Cemevi) im Stadtteil Gazi ständig mit Gasbomben beworfen. …

Am Morgen des 27. Juli erklärten die Alevitenvereine 'Alevi Bektasi Föderation', die 'Anatolische Kulturstiftung Haci Bektasi Veli', der 'Kulturverein Pir Sultan Abdal' sowie der 'Alevitische Kulturverein Hubyar Sultan' vor dem Istanbuler Gouverneuramt, dass sie im Bezug auf die Angriffe versucht hätten, mit den verantwortlichen Stellen Kontakt aufzunehmen, die Angriffe jedoch zu einer 'Massakerübung' ausgeartet seien.

Auch die Abgeordneten der Republikanischen Volkspartei (CHP) Aykut Erdogdu und Hilmi Yarayici sowie der Vertreter der HDP Ali Kenanoglu nahmen an der Presseerklärung teil, bei der schließlich eine Delegation zum Gespräch mit dem Gouverneur gebildet wurde.

Am gleichen Tag hatten sich die Anwälte der CHD vor dem Caglayan Gericht versammelt, um Anzeige gegen die Polizeiangriffe zu erstatten. Doch auch sie blieben von den Übergriffen der 'Sicherheits'kräfte nicht verschont. Die Anwälte erklärten, dass sie von der Polizei mit Schildern abgedrängt wurden und ihrer Kollegin Ebru Timtik von einem Beamten sogar die Tasche entwendet wurde. ..."