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YPG/YPJ-Kommandeure: "IS kann sich nicht mehr in Rojava halten"

YPG/YPJ-Kommandeure: "IS kann sich nicht mehr in Rojava halten"
YPJ-Kämpferin (foto: Claus Weinberg/Flickr)

31.07.15 - Einheiten der kurdisch-syrischen YPG/YPJ-Kämpfer und von "Burkan El Fırat" (Bündnis von YPG mit Teilen der "Freien Syrischen Armee") übernahmen nach fünf Tagen heftiger Zusammenstöße die Kontrolle über die Stadt Sirrîn. 45 Kilometer südlich von Kobanê war Sirrîn ein bedeutendes Zentrum für die IS-Banden. Gegenüber "firatnews" sagte YPG-Kommandeur Merxas Botan, dass sie mit der Befreiung etlicher Dörfer, Örtchen und strategischer Hügel auf die Stadt vorgerückt seien. Vor ihrer Flucht hätten die Banden das Getreidesilo gesprengt und viele Waffen sowie Munition zurückgelassen.

Botan berichtete, dass die IS-Banden über Tage Zivilisten als Geiseln genommen hatten, sie als menschliche Schutzschilde benutzten und auf Positionen der Volksverteidigungseinheiten YPG und Frauenverteidigungseinheiten YPJ schickten. Durch deren vorsichtige Taktik seien zivile Opfer verhindert und Sirrîn erfolgreich befreit worden.

YPJ-Kommandeurin Kobanê betonte die Bedeutung Sirrîns und sagte, dass die Befreiung der Stadt den YPG/YPJ-Kräften eine große moralische Kraft und Freude gegeben hat. Kobanê erklärte, dass sie den Banden einen heftigen Schlag versetzt hätten und der IS nicht so kämpfen konnte wie er es propagiert. Viele Bandenmitglieder seien geflüchtet statt zu kämpfen.

Kobanê erklärte, dass die Rache für die ermordeten Frauen in Kobanê und Suruç sie sehr motiviert hat und dass die YPJ-Kämpferinnen an der Frontlinie standen wie sie es immer taten. YPJ und YPG würden die Verursacher der Massaker für ihre Verbrechen zur Verantwortung ziehen.

Weitere aktuelle Informationen auf dem Blog "kobane-brigade.org".