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Türkische Menschenrechts-Vereinigung İHD: "Der Staat muss die militärischen und politischen Operationen sofort beenden!"

Türkische Menschenrechts-Vereinigung İHD: "Der Staat muss die militärischen und politischen Operationen sofort beenden!"
Öztürk Türkdoğan (foto: www.ozgur-gundem.com)

03.08.15 - Die türkische Menschenrechts-Vereinigung İHD veröffentlichte dazu am 29. Juli eine Presseerklärung. Sie erklärte, dass bei der jüngsten landesweiten Verhaftungswelle nur 140 Personen wegen ihrer Verbindungen zum faschistischen IS verhaftet wurden und 22 wegen angeblicher Mitgliedschaft in der Gülen-Bewegung.

Die restlichen der insgesamt 1.034 verhafteten Personen werden beschuldigt, PKK- bzw. KCK-Mitglied (KCK = Union der Gemeinschaften Kurdistans - Anm. d. Red.) zu sein. Der İHD fügte hinzu, dass es seit dem 21. Juli 38 Angriffe der Polizei auf Treffen und Proteste von linken und sozialistischen Gruppen gab.

İHD-Präsident Öztürk Türkdoğan betonte, dass der Staat damit Terrormethoden anwendet und forderte: "Der Staat muss die militärischen und politischen Operationen sofort beenden, seine Gewalt beenden, und damit beginnen, Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zu bestrafen, die Menschenrechte verletzt haben."

Türkdoğan erklärte, dass die HDP als eine Partei mit 6 Millionen Wählern nicht mundtot gemacht werden kann. Er fragte den Staatsanwalt, der versucht, die HDP zu verbieten, was er denn angesichts der Massaker von Roboski (28. Dezember 2011) und Suruç 20. Juli 2015) unternommen hat, bei denen zahlreiche Zivilisten ermordet wurden.