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Gewerkschaften starten Kampagne gegen "Union Busting"

Gewerkschaften starten Kampagne gegen "Union Busting"

15.08.15 - Mulberry ist ein britisches Unternehmen, das Luxusgüter wie Ledertaschen produziert. Stolz proklamieren sie ihre "unternehmerische Sozialverantwortung" (CSR). In ihrem Verhaltenskodex zu globalen Beschaffungsprinzipien ist zu lesen, dass Zulieferer die Rechte der Beschäftigten respektieren müssen, Vereinigungen beizutreten oder solche zu gründen (wie Betriebsräte, Gewerkschaften oder anderen ArbeiterInnen-Vertretungen). Klingt gut, oder?

Außer dass es nicht stimmt. Eine von Mulberrys wichtigsten Zulieferfirmen, SF Leather aus der Türkei, verfolgt derzeit eine Kampagne zu gnadenlosem ‚union busting‘. In den vergangenen Wochen hat das Unternehmen 14 GewerkschafterInnen entlassen und ihnen ihren Job unter der Bedingung neu angeboten, dass sie ihre Gewerkschaftsmitgliedschaft kündigen. Es hat gefordert, dass ein lokales Gericht ein Gewerkschaftstransparent beschlagnahmt und die Gewerkschaft daran hindert, Material zu ihren Aktionen online zu vertreiben. Und sie haben sogar eine Schadensersatzforderung gegenüber der Gewerkschaft eingereicht. Soviel zur sozialen Unternehmensverantwortung.

Die Gewerkschaft (Deriteks) und ihr globaler Dachverband (IndustriALL) rufen auf zu einer massiven Online-Kampagne, die ein klares Signal an Mulberry und SF Leather sendet: Nein zu 'union busting'! Bitte nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um heute Ihre Nachricht an Mulberry und SF Leather zu senden: http://www.labourstartcampaigns.net/show_campaign.cgi?c=2809 Und bitten Sie Ihre Freunde, Familie und GewerkschaftskollegInnen dies ebenso zu tun.

Vielen Dank! Eric Lee