Umwelt

Katastrophe von Tianjin - Folge der kapitalistischen Produktion

Katastrophe von Tianjin - Folge der kapitalistischen Produktion
Die Millionenstadt Tanijin in Nordchina
17.08.15 - Nach der dramatischen Explosion eines Gefahrgut-Lagers in der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin am 12.August ist inzwischen die Zahl der offiziell zugegebenen Toten auf 112 gestiegen (Stand 16.8.), 95 Menschen werden noch vermisst, darunter 85 Feuerwehrleute. Mehr als 20 Feuerwehrleute sind unter den identifizierten Todesopfern.

Tausende Menschen wurden verletzt oder vergiftet, ein ganzer Stadtteil wurde weitgehend zerstört und evakuiert. Die Langzeitfolgen durch die Vergiftung und Krebsentstehung werden in den nächsten Jahren ebenfalls mit Sicherheit Tausende Menschen betreffen. Diese regionale Umweltkatastrophe ist Folge der zerstörerischen Wirkung der kapitalistischen Produktion und Logistik auf Mensch und Natur, die mit der Restauration des Kapitalismus in China nach dem Tod von Maozedong eingesetzt hat! Tianjin ist der Seehafen für Peking und eine Drehscheibe der internationalen Produktion. Auf dem Hafengelände sind auch Werksanlagen und Lager wichtiger internationaler Monopole, durch die Brände und Explosionen wurden Tausende von Containern und fabrikneue Autos zerstört. Aus der Luft sieht man einen Riesenkrater, Feuer und Giftschwaden sind weithin erkennbar und immer wieder kommt es zu neuen Explosionen.

Nicht vergleichbar, aber dennoch in diesem Zusammenhang bedenkenswert ist die Explosion eines Stickstofftanks der Firma Huntsman im Chem-Park von Krefeld Uerdingen am 5.August mit 20 Verletzten und der schwere Unfall eines Gefahrgut-Transporters auf der A1 bei Schwerte am 16.August. Tanks mit flüssigem Aluminium sind dabei zerplatzt und das 800 Grad heiße Aluminium ist aufgelaufen und hat sich mit dem Asphalt der Autobahn zu einer zähen Masse verbunden.

Mehr dazu in der nächsten Ausgabe der Roten Fahne.