Umwelt

RWE und Polizei: Private-Public-Partnership

RWE und Polizei: Private-Public-Partnership
foto: ende gelände

19.08.15 - Bei dem Vorgehen der Polizei gegen Umweltschützerinnen und Umweltschützer am vergangenen Wochenende beim Tagebau Garzweiler (NRW) kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Polizei und dem privaten Sicherheitsdienst des Energie-Monopols RWE.

Mona Bricke, eine der Sprecherinnen des Bündnisses „Ende Gelände“, das zur Blockade aufgerufen hatte, berichtet gegenüber der taz: Beim Versuch, die AktivistInnen festzusetzen und abzutransportieren, ließ sich die Polizei von RWE und dessen Sicherheitsdienst unterstützen: Weil ihre eigenen Fahrzeuge für das sandige Gelände nicht geeignet waren, ließen sich Polizisten in Pickup-Trucks des Unternehmens in die Grube fahren. Auch für die erkennungsdienstliche Behandlung von Festgenommenen nutzten die staatlichen Sicherheitskräfte ein Fahrzeug des Unternehmens. Ein großer Teil der Demonstranten wurde anschließend in Bussen von RWE vom Gelände gefahren, eskortiert von der Polizei.

„Diese neue Private-Public-Partnership im Sicherheitsbereich halte ich für sehr bedenklich“, sagte Bricke.

Siehe auch "Weitere Proteste gegen Tagebau Garzweiler" (Thema des Tages von 18.08.15)