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SI-Veranstaltung in Bochum sammelt Spenden für eine neue Willkommenskultur für Flüchtlinge

Bochum (Korrespondenz), 24.08.15: Unter dem Titel "Flüchtlinge – Fremde? Freunde? Problem?" hatte die Bochumer Gruppe von "Solidarität International" zu einer Veranstaltung mit Powerpoint-Vortrag und Diskussion eingeladen. In der lebhaften Diskussion wurde besonders herausgestellt, wie die Solidarität mit Flüchtlingen gewachsen ist und in allen Städten Initiativen entstehen, die praktische Unterstützung und Hilfe vor Ort anbieten.

"Ich hätte nie gedacht, dass die Leute in meinem Stadtteil sich so engagieren. Bei uns sind die doch eher konservativ", so ein Teilnehmer. Andere brachten Beispiele für das doppelte Spiel der Regierung – einerseits wird so getan, als ob man sich der Flüchtlingsproblematik annimmt – andererseits gibt gerade die reaktionäre Flüchtlingspolitik der Bundesregierung Vorlagen für rassistische und faschistische Angriffe sowie Hetze gegen Flüchtlinge.

Vielfältige Fakten und Argumente gab es für eine Willkommenskultur. Im Vortrag wurde vorgestellt, dass "Solidarität International" die Solidaritätsbrigaden nach Kobanê und auch den Bau des "Hauses der Solidarität" in Truckenthal unterstützt. Die 194,50 Euro für dieses Pilotprojekt einer neuen Willkommenskultur sind eine gute Investition. Verabschiedet wurde auch eine Solidaritätsresolution für die brasilianischen GM-Arbeiter.