Betrieb und Gewerkschaft

Solidaritätsaktion gegen die Entlassung von Narzisse Nianur vor dem Hamburger Arbeitsgericht

Solidaritätsaktion gegen die Entlassung von Narzisse Nianur vor dem Hamburger Arbeitsgericht
Solidarisch gegen die politisch motivierte Kündigung (rf-foto)

Hamburg (Korrespondenz), 27.08.15: Gegen die politisch motivierte Entlassung von Narzisse Nianur durch die Zindel AG fand am Mittwoch, 26. August, der erste Arbeitsgerichtstermin statt. 15 Freunde des Solidaritätskreises unterstützten sie dabei. In einer kleinen Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude wurde gegen die Entlassung protestiert und die Wiedereinstellung verlangt.

Zur Begründung der Kündigung wurde frech behauptet, sie habe die Firma bei der Angabe der Arbeitszeit betrogen, durch Angabe falscher Zeiten für Arbeitsanfang und Arbeitsende. Dabei gibt es in dem Betrieb nicht mal ein Zeiterfassungssystem, auch keine Stempeluhr oder ähnliches. Lediglich der Zeitpunkt, bei dem man sich über Computer im Netz anmeldet, wird auf dem Zentralrechner registriert. Die Geschäftsleitung akzeptiert die Zeit vor und nach dem Einloggen des Computers am Netz nicht als Arbeitszeit und behauptet frech, wer das angibt, begeht einen Betrug.

Narzisse Nianur hat auch in der Vergangenheit immer darauf Wert gelegt, dass die Arbeitszeit als bezahlte Stunden eingehalten wird. Sie hat sich immer gegen Ungerechtigkeiten und für ihre Rechte mit den Kollegen im Betrieb eingesetzt. Der Betrieb hat noch keinen Betriebsrat und sie war eine der treibenden Kräfte, damit sich das ändert. Bei der letzten Bundestagswahl hat sie auf der offenen Liste der MLPD kandidiert.

Und am Abend dann das Ergebnis: In dieser ersten Instanz bekam Narzisse Nianur Recht, die Kündigung ist erstmal unwirksam. Narzisse Nianur kann sich auch weiterhin auf unsere Solidarität verlassen.