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Unbefristeter Streik bei Mercedes-Benz im brasilianischen São Bernardo do Campo

Stuttgart (Korrespondenz), 25.08.15: Das ist die Antwort der Arbeiter auf die von Daimler ausgesprochenen 1.500 Kündigungen zum 1. September. Bereits seit Anfang 2013 wurden 3.000 Arbeitsplätze vernichtet. ... Die Arbeiter und ihre Gewerkschaften akzeptieren nicht, dass sie die Krise mit der Zerstörung ihrer Existenz und mit Lohnkürzungen bezahlen. So hat bereits im Mai 2015 in São Bernardo do Campo ein Streik 500 geplante Entlassungen verhindert. Als dann Daimler sich über diese Vereinbarung hinweggesetzt hat, wurde wochenlang ein Protestcamp vor dem Tor gegen die Entlassung von 300 Kollegen organisiert, das über Brasilien hinaus auf breite Solidarität stieß; auch bei deutschen IGM-Vertrauensleuten und Betriebsräten.
Doch das "Vorzeige-Unternehmen" mit dem Stern setzt sich über alle Verhandlungs-Vorschläge hinweg, weil sie nicht den erforderlichen "Beitrag zur Senkung der Kosten" leisten. Damit ist auch die Taktik des Gesamtbetriebsrats gescheitert, der den brasilianischen Gewerkschaften den Kampf um ein Kurzarbeitsgesetz und andere Abfederungsmaßnahmen empfohlen hat, was wir von hier kennen. Damit würden aber die Krisenlasten auf die Beschäftigten und die übrige Gesellschaft umverteilt ...