Politik

05.09.15 - Ministerium rechtfertigt Zusatzbeiträge

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr ein Defizit von 490 Millionen Euro eingefahren. Das Gesundheitsministerium begründet dies damit, dass viele Kassen ihren Versicherten bisher einen zu niedrigen Zusatzbeitrag abverlangt hätten. Das ist nichts als eine nachträgliche Rechtfertigung dafür, dass fast alle Kassen bereits eine Erhöhung des Zusatzbeitrags angekündigt haben. Tatsächlich rührt das Defizit in erster Linie aus den ständigen Kostensteigerungen aufgrund des Preisanstiegs der Arznei- und Heilmittel als wesentliche Profitquelle der Pharmakonzerne. Seit der Einführung der Zusatzbeiträge durch die Große Koalition werden diese nun vollständig auf die Versicherten abgewälzt.