Politik

Dresden: Mit einer solch großen Beteiligung hatte "Dresden Nazifrei" nicht gerechnet

Dresden: Mit einer solch großen Beteiligung hatte "Dresden Nazifrei" nicht gerechnet
Vor allem Jugendliche folgten dem Demonstrationsaufruf am 29. August 2015 in Dresden (rf-foto)

Dresden (Korrespondenz), 31.08.15: Bis zu 8.000 Menschen folgten am Samstag einem Demonstrationsaufruf von "Dresden Nazifrei". Die Demonstranten wandten sich entschieden gegen faschistische und rassistische Gewalt gegen Flüchtlinge, wie sie vor kurzem in Heidenau und Salzhemmendorf geschehen ist. Zusammen mit der anschließenden Spontandemo mit noch hunderten Teilnehmern zusammen mit Flüchtlingen aus Heidenau war die Aktion ein großer Erfolg des bewussten Versuches einer fortschrittliche Willkommenskultur und Verbrüderung mit Flüchtlingen.

Verbunden war dies mit der Kritik an der Regierung, ihrer Flüchtlingspolitik und dem Gewährenlassen neofaschistischer Umtriebe. Schon am Vortag konnte ein Willkommensfest – nach energischen Protesten gegen das anfängliche Verbot aller Veranstaltungen durch das Landratsamt – durchgesetzt werden.

Mit so vielen Teilnehmern an der Demo am Samstag, wozu doch recht kurzfristig aufgerufen worden war, hatte selbst "Dresden Nazifrei" nicht gerechnet. Insbesondere viele Jugendliche folgten dem Aufruf. Es zeigte sich, dass sich auch viele Dresdner verstärkt herausgefordert fühlen.

Der Aufruf der ICOR zum Antikriegstag wurde interessiert aufgenommen; das Flugblatt war schnell vergriffen. Mindestens 15 Exemplare der "Rote Fahne" wurden verkauft und es gab einige auch tiefgehende Diskussionen und Fragen zur Politik der MLPD. Einige zeigten Interesse an dem Sommerfest, zu dem am 12. September die Wohngebietsgruppe der MLPD im Stadtteil Pieschen und der REBELL einladen.