Politik

Interessante Diskussionen beim Musikfestival in Jamel

Schwerin (Korrespondenz), 03.09.15: Am 28. und 29. August fand auf dem Hof der Familie Lohmeyer in Jamel bei Wismar das alljährliche Musikfestival gegen "Rechts" statt. Es ist erfreulich, dass sich die Lohmeyers nicht haben unterkriegen lassen und trotz des Scheunenbrandes das Rockkonzert durchgeführt haben. Wie "rf-news" am 14. August berichtet hat, wurde die Scheune vorsätzlich in Brand gesetzt. Durch den Kauf von leerstehenden Häusern war es den Faschisten möglich, in Jamel ansässig zu werden und als Nachbarn der Familie Lohmeyer diese ständig zu provozieren. Das antifaschistische Künstler-Paar ist aber nicht bereit, sich den Faschisten unterzuordnen.

Ein umfangreiches Polizeiaufgebot war während des Musikfestivals im Einsatz. Auch wurden verstärkt Personenkontrollen durchgeführt. Wir von der Ortsgruppe Schwerin der MLPD waren ebenfalls vor Ort, um uns selbst ein Bild zu machen und mit den Festivalbesuchern ins Gespräch zu kommen.

Wir führten sehr interessante Gespräche und konnten feststellen, dass unsere Argumente den ein oder anderen zum Nachdenken anregten. Zehn "Rote Fahnen" wechselten den Besitzer. Für die Petition "Öffnet die Grenze – Kobanê muss leben!" konnten wir 24 Unterschriften sammeln. Mehrere Leute hatten Interesse an weiteren Informationen. Bemerkenswert ist, dass nicht nur Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern anreisten, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet.

Natürlich gab es auch Gäste, die unseren Argumenten kritisch gegenüberstanden. Insgesamt war es ein recht erfolgreicher Nachmittag. Wir werden uns auch in den nächsten Jahren wieder am Musikfestival beteiligen, um mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.