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"Flüchtlinge brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe!"

10.09.15 - Das fordert der Geschäftsführer der Truckenthaler Ferien- und Freizeitanlage "Im Waldgrund", Johannes Rupprecht, in einem erneuten Offenen Brief an den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linkspartei). In einer Pressemitteilung dazu heißt es unter anderem:

Wir haben uns bereits am 22.8.2015 mit einer Presserklärung an die Öffentlichkeit gewandt, weil unser Angebot in Schalkau in der Ferien- und Freizeitanlage "Im Waldgrund" sofort 150 kurdische Flüchtlinge und noch einmal weitere 150 nach einem umgehenden Ausbau aufzunehmen, seitens der Staatskanzlei sabotiert und diffamiert wurde. ...

Bis zum heutigen Tag wurde dieser Brief nicht beantwortet. Wir erhielten stattdessen einen Brief aus dem Referat 15 der Thüringer Staatskanzlei, wo ausgeführt wird, dass sie nicht die "zuständige Stelle" seien. Diese Aussage steht im Widerspruch dazu, dass Ministerpräsident Ramelow die Flüchtlingsfrage zur Chefsache gemacht hat. ... Ministerpräsident Ramelow hat die Bevölkerung aufgerufen, "alle verfügbaren Gebäude" zu melden und dafür eine Hot-Line geschaltet. In diesem Sinne bekräftigen wir unser obiges Angebot. ...

In seinem Brief an Ministerpräsident Ramelow schreibt Johannes Rupprecht: "Wenn Sie das Projekt nicht 'blockieren' wollen, warum nehmen Sie unser Angebot nicht an? Warum haben Sie, den persönlich an Sie gerichteten Brief von uns vom 22.8.2015 bis heute nicht beantwortet, wo wir unter anderem die Frage aufgeworfen haben, ob nicht bei der Ablehnung bzw. Blockade parteipolitische Motive eine Rolle spielen? Bisher war keiner der 'Zuständigen' vor Ort. Für uns erscheint hier ein Widerspruch zwischen schönen Worten für eine humane Flüchtlingspolitik sowie Förderung ehrenamtlichen Enga- gements und der Realität. Wir und die ständig wachsende Zahl der Unterstützer dieses Projektes erwarten Ihre Unterstützung und Förderung." (Text der gesamten Pressemitteilung)