Politik

Erziehungs- und Sozialdienste: "Das jetzt ausgehandelte Ergebnis ist nicht der Schlusspunkt"

Erziehungs- und Sozialdienste: "Das jetzt ausgehandelte Ergebnis ist nicht der Schlusspunkt"
Streikende Erzieherinnen in diesem Jahr (rf-foto)

01.10.15 - Die Gewerkschaft ver.di und die Vereinigung Kommunaler Arbeitgeber (VKA) haben eine neue Tarifeinigung für den Sozial- und Erziehungsdienst ausgehandelt. Die Bundestarifkommission von ver.di muss nun über die Einleitung einer weiteren Urabstimmung entscheiden. Laut ver.di erhalten Vollzeitbeschäftigte nun zwischen 93 und 138 Euro mehr pro Monat. Zusätzlich gibt es nun auch Verbesserungen für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Allgemeinen Sozialdienst. Sie erhalten nun zwischen 30 und 80 Euro monatlich mehr. "rf-news" erhielt von drei ver.di-Gewerkschafterinnen aus dem Ruhrgebiet erste Reaktionen auf das Ergebnis:

"Es wird deutlich, dass die VKA nicht um eine Aufwertung herumgekommen ist. Aber für alle ist das Ergebnis nur eine geringfügige Verbesserung. Das reicht uns bei weitem nicht. Das ist weder das Ergebnis, was wir uns erkämpfen wollten und es ist nicht der Durchbruch, den wir erreichen wollten."

"Wichtig ist uns jetzt, dass wir in der aktuellen Situation dran bleiben: Die Bewegung für die Aufwertung der sozialen Berufe und der Frauenberufe muss bleiben! Unsere Forderungen bleiben weiterhin berechtigt! Konkret muss der Kampf um die Änderung der Kita-Gesetze geführt werden. Der Kampf gegen die Fallzahlbegrenzung bei den Sozialarbeitern muss weiter geführt werden. Es muss etwas im Bereich offene Ganztagsschule und Sozialdienst Schule getan werden."

"Für uns ist es eine Frage der Aufwertung, dass die Arbeitsbedingungen geändert werden. Das ist ebenfalls ein Punkt, an dem wir auf betrieblicher Ebene ansetzen werden. Es wird also deutlich, dass das hier nicht der Schlusspunkt ist, wenn es zur Abstimmung kommt. Man muss weiter mit uns rechnen, denn wir werden einen konkreten Kampf darum führen, unsere Arbeitsbedingungen zu verbessern!"