Politik

10.10.15 - Schneckentempo: Aufarbeitung Gurlitt-Skandal

Im Jahr 2012 war in der Schwabinger Wohnung von Cornelius Gurlitt, Sohn eines Kunsthändlers, der sich während der faschistischen Hitlerdiktatur schamlos an Raubkunst bereicherte, eine Sammlung von ca. 1.500 wertvoller Kunstwerke gefunden und beschlagnahmt worden. Die Bundesregierung hat eine "Mitverantwortung" eingeräumt und eine Taskforce eingerichtet. Diese wurde jetzt wieder abgesetzt. Gerade mal zwei Bilder wurden an die jüdischen Eigentümer bzw. ihre Nachfahren zurückgegeben. Dafür hat man eine bemerkenswerte Sprachregelung für den Kunstraub erfunden: "NS-verfolgungsbedingter Entzug nicht ausschließbar".