Umwelt

PFT-Skandal in Düsseldorf – Vergiftetes Grundwasser fließt in den Rhein

PFT-Skandal in Düsseldorf – Vergiftetes Grundwasser fließt in den Rhein
Das Gift kam durch den Löschschaum der Flughafenfeuerwehr in den Boden (foto: AVDa/CC BA-SA 3.0)

06.10.15 - Unter dem Flughafen in Düsseldorfer erstreckt sich eine der bundesweit größten Verseuchung des Grundwassers mit dem krebserregenden PFT (Perfluorierte Tenside). Verursacht wurde sie durch den Löschschaum, mit dem die Flughafenfeuerwehr jahrelang löschte und übte. (siehe "rf-news") Das ist seit 2007 bekannt und der unterirdische Giftteppich wächst seitdem beständig weiter. Inzwischen hat er eine Größe von rund 8,5 Quadratkilometern und hat damit den Rhein erreicht, die Trinkwasserquelle für Millionen Menschen in NRW nördlich von Düsseldorf und den Niederlanden.

Bereits 2013 hat die Stadt Düsseldorf die Nutzung des Grundwassers in den Stadtteilen Lohhausen, Kaiserswerth und Kalkum zur Gartenbewässerung wegen Gesundheitsgefährdung für mindestens 15 Jahre verboten. Laut NRW-Umweltminister Johannes Remmel liegen die extremen Giftkonzentration um das tausendfache über den Vorsorgewerten für die Trinkwasserversorgung. Er habe bereits vor einem Jahr die Stadt und die Flughafengesellschaft „unmissverständlich aufgefordert ein Sanierungskonzept zu entwickeln und unmittelbar umzusetzen“. Doch bisher gibt es laut Flughafen erst einen Entwurf für ein Sanierungskonzept.

So skandalös die ungehinderte Einleitung des PFT-vergifteten Grundwassers in den Rhein auch ist. Es ist dennoch nur ein kleiner Vorgeschmack für die von der RAG im großen Stil geplante Einleitung des verseuchten Grubenwassers aus den Steinkohlebergwerken des Ruhrgebiets.

All das zeigt, dass den Monopolen und ihren Politikern völlig egal ist, ob Millionen Menschen und Tiere in den nächsten Jahren der Gefahr von Krebserkrankungen ausgesetzt sind. Die dafür Verantwortlichen müssen  dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Sie müssen für die Beseitigung der Schäden sorgen - auf ihre eigenen Kosten!