Politik

Dresdner Antifaschisten machen gegen "Pegida" mobil

Dresdner Antifaschisten machen gegen "Pegida" mobil
Schon bei den ersten Anti-"Pegida"-Demonstrationen hat die MLPD klar Flagge gezeigt (rf-foto)

Dresden (Korrespondenz), 13.10.15: Am 19. Oktober vor einem Jahr startete die ultrareaktionäre, faschistoide und rassistische "Pegida-Bewegung". Sie steht bis heute unter Führung sehr dubioser Leute, die sich einschlägig mit faschistischen Äußerungen, Selfies mit Hitlerbärtchen und freudig erregt über die Gewaltakte faschistischer Hooligans hervorgetan haben. Gepuscht von den bürgerlichen Massenmedien und hochstilisiert als einzige "wahre Opposition" versuchten diese Leute ihre bundesweite Ausdehnung. Damit sind sie Anfang des Jahres komplett gescheitert.

Ihnen schlug eine Welle des entschlossenen antifaschistischen Protestes entgegen, die ein Mehrfaches an Teilnehmern umfasste als die verschiedenen "Pegida"-Aktionen selbst. Allerdings zieht das verbliebene Dresdner "Pegida"-Original im Zuge der Polarisierung der Auseinandersetzung um die Flüchtlingsfrage mittlerweile wieder jeden Montag zwischen 7.000 und 9.000 Teilnehmer an. Sie grölen mit ihren nationalistischen und faschistischen Fahnen durch die Innenstadt, bedrohen Jugendliche, Journalisten und die Flüchtlingsunterkünfte.

Am 19. Oktober wird sich deshalb das Bündnis "Dresden nazifrei" in Vernetzung mit anderen antifaschistischen und antirassistischen Kräften aus Dresden, Leipzig und Chemnitz Pegida in den Weg stellen. Ein fester Bestandteil dieses Bündnisses ist die MLPD mit ihrer Forderung nach dem Verbot aller faschistischer Organisationen. Geplant sind ab ca. 17 Uhr drei Demonstrationszüge zu zwei Abschlusskundgebungen.