Sozialismus

Shell-Studie: Jugend zunehmend politisiert

Shell-Studie: Jugend zunehmend politisiert
Kinder und Jugendliche bauen am "Haus der Solidarität" in Truckenthal. (rf-foto)

14.10.15 - Lange Jahre wurde uns von den bürgerlichen Medien das Bild einer Jugend vermittelt, die vor allem mit „Null-Bock“- Mentalität, Egoismus und einem starkem Interesse für Smartphones ausgestattet sei. Sie wurde als weitgehend unpolitisch dargestellt. Dieses pauschale Bild stimmte nie und die MLPD setzt schon immer volles Vertrauen in die Jugend: Die Jugend steht links! Die neue Shell-Jugendstudie 2015 stellt nun plötzlich überrascht fest: Eine „Generation sei im Aufbruch“.

Seit 1953 beauftragt die Deutsche Shell alle vier Jahre führende deutsche Forschungsinstitute mit der Erstellung der Jugendstudien, die zu einer in der Öffentlichkeit viel beachteten Ausrichtung der bürgerlichen und kleinbürgerliche Jugendarbeit und Jugendpolitik geworden sind. Das gesamte Konzept und die Fragestellung sind so gehalten, dass sie nach den Konsequenzen für die Bindung der Jugend an das herrschende kapitalistische System suchen.

Nichts desto trotz sind die Ergebnisse sehr interessant: „... So gab fast die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen an, sich für Politik zu interessieren. Seit 2002 stieg der Anteil stetig“, so die Autoren. Das schlage sich in der wachsenden „Teilnahme an Online-Petitionen“ bis hin „zur Teilnahme an Demonstrationen“ nieder.

Außerdem stellen die Jugendforscher eine deutlich wachsende Aufgeschlossenheit der Jugendlichen beim Thema Migration fest. „62 Prozent fürchten sich vor einem möglichen Krieg in Europa“, was eine deutliche Zunahme und eine spontane Verarbeitung der zunehmenden Krisen, Kriege und Katastrophen des Imperialismus ist.

Die MLPD und ihr Jugendverband REBELL sind von diesen Ergebnissen der Jugendstudie nicht überrascht, sondern haben mit ihrer systematischen Jugendarbeit Anteil daran, dass sich die Rebellion der Jugend festigt und dass sie mit der kleinbürgerlich-antikommunistischen Denkweise fertig wird. Dazu gehört auch eine wachsende Organisiertheit der Jugend. Darüber liest man allerdings nichts in der Studie, weil es nicht ins Weltbild der Shell-Wissenschaftler passt.

Der REBELL und die Lebensschule der proletarischen Denkweise gewinnen wachsenden Respekt und Anerkennung: weil er politisch und weltanschaulich klar Kante zeigt und durch seine selbstbewusste und ansprechende Kleinarbeit. Lisa Gärtner, die Vorsitzende des REBELL, erlebt hautnah, wie engagiert junge Leute sind: „Bei unserem Sommercamp in Truckenthal/Thüringen haben 320 Jugendliche und Kinder und erwachsene Helfer aus über 30 Ländern mit ganzer Kraft angepackt, das 'Haus der Solidarität' aufzubauen. Dieses Haus in der Ferienanlage 'Im Waldgrund' soll ein neuartiges Flüchtlingsheim mit einer beispielhaften Willkommenskultur werden. ... Auch in den letzten Wochen haben sich viele an Arbeitseinsätzen dort beteiligt und ich bin sicher, dass noch viele kommen werden. ...“

Wer beim „Haus der Solidarität“, bei der Stärkung der Zukunftspartei MLPD und ihrem Jugendverband REBELL mit anpacken will, ist herzlich willkommen. (Mehr zum REBELL auf seiner Homepage)