Politik

Antifaschisten contra "SBH-Gida" – es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda!

Antifaschisten contra "SBH-Gida" – es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda!
Gegendemonstranten vor der Polizeikette, die die Rassisten schützte (rf-foto)

Villingen-Schwenningen (Korrespondenz), 19.10.15: "Stopp 'Pegida' – Ey, Ey, Ey", Parolen wie diese bestimmten die antifaschistische Kundgebung gegen die zehnte Kundgebung des hiesigen "Pegida"-Ablegers "SBH-Gida" am 18. Oktober. Gegen die – laut Lokalpresse – 100 bis 150 Rassisten und Faschisten waren diesmal nur etwa 80 Antifaschisten aktiv. Das lag vor allem daran, dass nur das "Offene antifaschistische Treffen" (OAT) zur Gegenkundgebung mobilisiert hatte. Die Organisatoren von "No-Pegida" verzichteten darauf völlig. Im Ergebnis waren nur wenige Gewerkschafter, SPD- oder Grüne-Mitglieder gekommen. Auch die Aleviten, türkische und kurdische Organisationen fehlten diesmal.

Bei einer Kundgebung vor dem "SBH-Gida"-Aufmarsch informierten Redner des OAT über den faschistischen und rassistischen Charakter von "Pegida" und über den Zusammenhang von deutscher Politik und Fluchtursachen. Auch bei der Gegenkundgebung stand die inhaltliche Seite im Vordergrund – sei es bei Kurzreden oder bei den Parolen, wie "Say it loud, say it clear, refugees are welcome here" oder "Solidarität heißt Widerstand – Kampf dem Faschismus in jedem Land".

So stießen wir von der MLPD mit unseren Plakaten und der neuen Broschüre "Bürgerliche Flüchtlingspolitik in der Krise" auf viel Interesse und Zustimmung. Es gilt in Zukunft ein Bündnis aller Antifaschisten zu schmieden, damit die rassistische und faschistoide Propaganda von "SBH-Gida" gestoppt werden kann.