Politik

Dresden: Mehr als 20.000 Menschen gegen "Pegida"

Dresden: Mehr als 20.000 Menschen gegen "Pegida"
Die MLPD war fester Bestandtteil des antifaschistischen Protests in Dresden (rf-foto)

Dresden (Korrespondenz), 20.10.15: Gegen den Jahrestag der  konterrevolutionären, faschistoiden und rassistischen "Pegida"-Bewegung am 19. Oktober traten mehr als 20.000 Menschen in fünf Demonstrationszügen auf. Breit gefächert wurde so ein großer Teil der Innenstadtfläche durch Antifaschistinnen und Antifaschisten, Antirassistinnen und Antirassisten und jede Menge Menschen belegt, die einfach "Nein" zum trüben Spuk von "Pegida" sagen wollten.

Am Theaterplatz trafen sich unter schwarz-rot-goldenen und jeder Menge sehr merkwürdiger Fahnen genauso merkwürdige Redner: von Lutz Bachmann – Volksverhetzer und bekennender Hitler-Imitator bis hin zu Nationalisten aus Tschechien und Italien. Marine Le Pen von der französischen Front National war eingeladen, sagte aber ab. Sie stand am gleichen Tag in Lyon vor Gericht. "Pegida" verzichtete angesichts der massenhaften Proteste auf ihren üblichen sogenannten "Montagsspaziergang" und beschränkte sich auf eine Kundgebung.

Nach Presseberichten war diese von angereisten faschistischen Hooligans umlagert, die am Rande Antifaschisten angriffen, Böller in die Gegendemonstration warfen und insgesamt eine Atmosphäre faschistischen Terrors um sich verbreiteten. Die Gegendemonstrationen waren laut und bunt. "Herz statt Hetze" war das etwas unbestimmte Motto eines sehr breiten gesellschaftlichen Bündnisses. Manchen reichte das noch nicht, sie wollten mehr Argumente, mehr Diskussion, mehr Klarheit. Der Verkaufstrupp der MLPD Dresden mit der neuen Broschüre "Bürgerliche Flüchtlingspolitik in der Krise – 10 Argumente der MLPD" und dem aktuellen "Rote Fahne"-Magazin war deshalb auch sehr zufrieden.