Politik

"Meine Erwartung an den Gewerkschaftstag der IG Metall"

"Meine Erwartung an den Gewerkschaftstag der IG Metall"
Katrin Huber, Betriebsratsmitglied bei Opel Eisenach (rf-Foto)

21.10.15 - Am 18. Oktober begann in Frankfurt/Main der 23. Gewerkschaftstag der IG Metall. Wir trafen Katrin Huber vom Betriebsrat Opel Eisenach, die Delegierte der Verwaltungsstelle Eisenach beim Gewerkschaftstag der IG Metall 2011 und beim außerordentlichen Gewerkschaftstag 2013 war. Sie hatte dort den Vorstand kritisiert, weil er die Belegschaft von Opel Bochum im Kampf gegen die Werksschließung im Stich ließ.

rf-news: Katrin, wie ist aus Deiner Sicht seit dem letzten Gewerkschaftstag die Auseinandersetzung in der IG Metall um die Schließung von Opel Bochum weitergegangen?

Katrin Huber: Da kann man ganz klar sagen, dass es da in der IG Metall nach wie vor zwei Richtungen gibt. Von Seiten des Vorstandes ist Opel Bochum nahezu ein Tabuthema, das sie am liebsten beerdigen wollen. Gleichzeitig habe ich bei beiden Gewerkschaftstagen bis in den hohen Funktionärskörper viel Zuspruch für meine Kritik an der beschämenden Rolle des IGM-Vorstandes bekommen. ...

rf-news: Es gibt genau in diesem Sinne eine Petition an der Vorstand der IG Metall: "Aufstand des gewerkschaftlichen Gewissens – Solidarität mit den Bochumer Opelanern!" Was hältst du davon?

Katrin Huber: Ich habe mich über diese Petition sehr gefreut ... . Das ist genau die Diskussion, die unter den Mitgliedern geführt wird. Bei uns im Werk haben das ca. 10 Prozent der Kollegen unterschrieben. Viele sind ja aus Überzeugung IG-Metall-Mitglied, aber sie wollen eben eine IG Metall, die aktiv kämpft und nicht eine, die erklärt, warum nicht mehr drin ist.

Das Interview in voller Länge im pdf-Format finden Sie hier