Politik

27.10.15 - Munich Re: Profiteur des Hitler-Faschismus

Der weltgrößte Rückversicherer "Munich Re" hat seine Geschichte durch Historiker aufarbeiten lassen. Johannes Bähr und Christopher Kopper legen in ihrem Forschungsbericht unter anderem dar, auf welche Weise der Konzern während der faschistischen Hitler-Diktatur von der Unterdrückung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung profitiert hat: Vor allem durch sogenannte Stornogewinne in der Lebensversicherung. Um ihre Flucht zu finanzieren und der antisemitischen Verfolgung zu entkommen, hätten Tausende Juden 1938 unter schweren Verlusten ihre Lebensversicherungen gekündigt. Allein im Geschäftsjahr 1938/39 erzielte die "Müchner Rück" auf diese Weise Gewinne von 600.000 Reichsmark.