Politik

Heidelberg: 24 Neofaschisten demoralisiert nach Hause geschickt

Heidelberg: 24 Neofaschisten demoralisiert nach Hause geschickt
(rf-foto)

Heidelberg (Korrespondenz), 28.10.15: Zwischen 2.500 und 3.000 Menschen stellten sich am 24. Oktober bunt, phantasiereich und kämpferisch einem geplanten „Aufmarsch“ von insgesamt 24 Neofaschisten der Gruppierung „Steht auf für Deutschland“ entgegen. Der Hauptbahnhof Heidelberg, wo dies stattfand, wurde mit Sperrgittern und einem großen Aufgebot der Polizei abgeschirmt.

Fand die Gegenkundgebung ab 12 Uhr zunächst auf einer gegenüberliegenden Wiese statt, so setzten sich um 13.45 Uhr pünktlich fast alle Teilnehmer/innen des breiten Bündnisses aus 36 Gruppen, Parteien und Organisationen in Bewegung und zogen bis ran an die Absperrungen. Jeder Versuch der Neofaschisten wurde von unseren Sprechchören massiv gestört. Eineinhalb Stunden früher als geplant zogen die genervten Neofaschisten unter dem Jubel der Antifaschisten/innen wieder von dannen. ...

Auch der Kreis Rhein-Neckar der MLPD war vor Ort. Mit einer MLPD-ICOR-Fahne an einer langen Stange, einem Sandwich mit der Forderung nach dem „Sofortigen Verbot aller faschistischer Organisationen und der Verbreitung ihrer Hetze“ waren wir in einem Teil der Gegenkundgebung unübersehbar und ein Anziehungspunkt. Darüber hinaus gelang es mit Sprechparolen wie „Verbot aller Nazis – wir fordern Taten- Versammlungsfreiheit allen Demokraten“, „Faschismus, Krieg und Leichen – Profite für die Reichen“ sowie „Hinter dem Faschismus steht das Kapital – unser Kampf ist international“ andere, auch aus dem autonomen Spektrum zum Mitrufen zu motivieren, was uns mit hochgehaltenen Daumen Anerkennung einbrachte.