International

Berlin: "Das ist Internationalismus der Tat!"

Berlin (Korrespondenz), 23.11.15: So der Vertreter der Migrantenorganisation AGIF in seinem Grußwort auf der Berliner Feier zum Erfolg des ICOR-Projekts in Kobanê. Gut 200 Menschen waren in die von der HDP Berlin zur Verfügung gestellten Räume gekommen und waren begeistert. Die eigentlich für 150 Teilnehmer ausgelegten Räume waren überfüllt. Die Vorbereitung und Durchführung der Feier war geprägt von einer neuen Art der Zusammenarbeit des Kobanê-Solidaritätskomitee, der MLPD, der PYD Berlin und Mitgliedern der HDP.

Nach einer Schweigeminute für die Märtyrer des Befreiungskampfes führte eine deutsch-kurdische Moderation durch das Programm. Der kurze Film über die Arbeit und das Leben der Brigadisten hinterließ einen tiefen Eindruck. Monika Gärtner-Engel, Mitglied der Projektleitung und stellvertretende Vorsitzende der MLPD schlug mit ihrem Beitrag zur Entstehung, dem Verlauf und den bisherigen Ergebnissen dieses zukunftweisenden Projekts den Bogen vom Wiederaufbau in Kobanê, über den Kampf für Freiheit und Demokratie zur Notwendigkeit der internationalen sozialistischen Revolution.

Sechs Brigadisten, die in Kobanê dabei gewesen sind, berichteten kurz und lebendig über sie besonders beeindruckende persönliche Erfahrungen. Eine Vertreterin der PYD Berlin drückte ihre Freude und Dankbarkeit über die Zusammenarbeit bei dem ICOR-Projekt und der Feier aus und meinte auch: "Wir können und müssen nicht alle nach Kobanê, es gibt auch hier in Deutschland für uns viel zu tun." Ein kurdischer Bauarbeiter erklärte sich noch auf der Feier bereit, an dem Projekt "Haus der Solidarität" in Trucktenthal (Thüringen) mitzuarbeiten. Die Spendensammlung für medizinische Geräte des Gesundheitszentrums ergab weit über 500 Euro.

Ein Vertreter der HDP Berlin betonte seinen tiefen Respekt vor der Arbeit der ICOR-Brigaden und betonte: "Wir müssen gemeinsam gegen den Imperialismus kämpfen und uns dabei gegenseitig unterstützen." Der Jugendverband REBELL lud in seinem Grußwort zu seiner Veranstaltung am nächsten Tag im Kreuzberger SO-36 ein. Ausgelassen wurde im zweiten Teil der Feier auf die Musik der Jugendband der PYD Berlin getanzt. Die danach erklingende Musik von Mitgliedern der Gruppe "Nupelda" zog uns in ihren Bann.

Neue zukunftsweisende Verbindungen und Freundschaften sind bei der gemeinsamen Vorbereitung und Organisierung der Feier entstanden.