Politik

Mit Beethoven und Schiller gegen die AfD

Mit Beethoven und Schiller gegen die AfD
Auch in Mainz siegte Völkerfreundschaft und Solidarität mit Flüchtlingen über dumfpfe rassistisch-faschistoide Hetze

Mainz (Korrespondenz), 27.11.15: Die AfD Rheinland-Pfalz hatte für den 22. November eine Kundgebung mit der Vorsitzenden Frauke Petry in Mainz angekündigt. Anschließend wollte die AfD durch Mainz demonstrieren. Weit über 1000 Demonstranten hatten sich schon Stunden vor der Kundgebung versammelt. Alle Zugangswege auf den Gutenbergplatz waren blockiert. Mit größter Mühe bekam die Polizei 300 AfD-Anhänger auf den Platz gelotst.

Eigentlich waren 1000 erwartet worden. Mit lautstarken Parolen wurden die Redner der AfD gehindert ihre ausländerfeindlichen und rassistischen Reden zu halten. Direkt am Gutenbergplatz ist auch das Staatstheater in Mainz. Vom Balkon des Theaters sangen mehrmals über 100 Angestellte und Schauspieler über Lautsprecher das Lied „Freude schöner Götterfunken“ in dem auch die Zeile vorkommt: „alle Menschen werden Brüder“. Der Gesang übertönte die Reden der AfD und war ein Zeichen für Völkerfreundschaft. Empörend ist hierbei, dass der Intendant des Theaters, Müller, jetzt einer Strafanzeige der Polizei wegen dieser kreativen antifaschistischen Aktion entgegensieht.

Im Theater sind über 30 verschiedene Nationalitäten beschäftigt. Sehr gut angenommen wurde auch die neue Broschüre der MLPD zur Krise der bürgerlichen Flüchtlingspolitik. Die "10 Argumente" werden aufgegriffen, sie überzeugen und helfen in der täglichen Diskussion. Die Demonstration der AfD konnte natürlich nicht stattfinden. Mainz ist kein guter Platz für Rassismus, Völkerhetze oder Ausländerfeindlichkeit.