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"Glück auf 2016" - Milliarden Menschen begrüßen das neue Jahr

"Glück auf 2016" - Milliarden Menschen begrüßen das neue Jahr
In East London wurde getanzt (links). Glückliche Silvesterstimmung bei der Feier der MLPD in Duisburg (mitte). Bei der MLPD in Gelsenkirchen wurde ins neue Jahr getanzt (rechts) (rf-fotos/Montage: rf-news)

01.01.16 - Mit ausgelassenen Partys und zahlreichen Feuerwerken feierten Milliarden Menschen das Silvesterfest und begrüßten das neue Jahr 2016. Die ersten, die ins neue Jahr rutschten, waren um 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) die Einwohner von Samoa im Südpazifik. Um 14 Uhr MEZ bestaunten mehr als eine Million Menschen in Sydney (Australien) ein Riesenfeuerwerk. Rund zwei Millionen Menschen tanzten um 3 Uhr MEZ in den Straßen von Rio de Janeiro bei der größten Silvesterparty der Welt in das Jahr 2016 hinein. In New York trafen sich zur gleichen Stunde Tausende am Times Square unter einem riesigen Konfettiregen. Deutschlands größte Silvesterparty fand am Brandenburger Tor in Berlin statt.

In mehreren europäischen Städten war der Jahreswechsel von massiven Bürgerkriegsübungen unter dem Vorwand des Schutzes vor Terroranschlägen begleitet. Wegen angeblicher Hinweise ausländischer Geheimdienste auf einen bevorstehenden Bombenanschlag sperrte die Polizei in München zwei Bahnhöfe bis in die frühen Morgenstunden. In Paris und Brüssel gelten weiterhin die Notstands-Verordnungen, die offiziellen Silvesterfeiern wurden abgesagt.

Die Neujahrsrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel war vor allem davon geprägt, das Ausmaß der wachsenden weltweiten Krisenhaftigkeit herunterzuspielen und seine Ursachen im imperialistischen System zu verkleistern. Merkel würdigte die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen, um gleichzeitig so zu tun, als ob ihre Regierung an deren Spitze stünde und sie gegenüber "Kälte" und "Hass" verteidigen würde. Tatsächlich ist sie hauptverantwortlich für die immer reaktionärere Politik der Abschottung, Abschiebung und Schikanierung von Flüchtlingen.

Während aus Merkels Rede die Angst vor der gesellschaftlichen Polarisierung sprach, standen die Silvesterfeiern der MLPD und ihrer Freunde ganz im Zeichen der klaren revolutionären Positionierung in dieser Entwicklung - voller Optimismus gegenüber der neuen gesellschaftlichen Rolle, in die die MLPD hineinwächst. Hier Auszüge aus ersten Berichten:

"In Berlin feierten über 100 Gäste ausgelassen nach der kurzen, knackigen Rede des Vorsitzenden des MLPD-Landesverbands Ost, Andrew Schlüter, und dem Lied 'Kobanê ist nicht alleine!'. Eine Gruppe Kinder kam mit dem Weihnachtsmann und sang: 'Der Weihnachtsmann sagt: Bitte sehr, ich schleppe keine Säcke mehr…'. Berthold Huber ließ auch in Berlin die Maske fallen und entpuppte sich als ausgemachter Arbeiterfeind. Begeisternd auch der Hausmeister des SOS-Kinderdorfs, in dem wir feierten: Er spielte zum Festessen unterhaltsam am Flügel. Gäste aus dem Umland Berlins, kurdische Freunde, Griechen, aus dem Iran feierten munter mit."

"In Gelsenkirchen feierten bis zu 250 Gäste mit viel Schwung ins neue Jahr. Ein Bergmann sorgte mit seinem mit viel Mutterwitz gebrachten Vortrag für gute Laune und es gab viel Tanzmusik mit 'Infrarot' und 'DJ Kaveh'. Den Jahreswechsel leitete der Vorsitzende der MLPD, Stefan Engel, ein, der rückblickend die Politik der Merkel-Regierung, vor allem in der Krise der bürgerlichen Flüchtlingspolitik, mit gelungener Polemik attackierte und die anwesenden Gäste aus einem Gelsenkirchener Flüchtlingsheim herzlich begrüßte. Mit der 'Internationale' und einem bunten Feuerwerk ging es dann schwungvoll ins Jahr 2016."

"In Halle an der Saale sahen die Teilnehmer aus den verschiedensten Erdteilen interessiert die gemeinsame Präsentation von MLPD und REBELL über das Jahr 2015 und den Ausblick in das Jahr 2016 . Das Highlight: Noch einen Tag zuvor erhielt die Präsentation arabische Untertitel, sodass jeder verstehen konnte, wie wir das Jahr einschätzen und was uns 2016 erwartet. Zeitweise waren 60 bis 70 Menschen auf der Silvesterfeier. Neue Kontakte konnten geknüpft werden, die gemeinsam einen Filmabend mit dem REBELL vor der LLL-Demo durchführen oder im Januar mit nach Truckenthal zum 'Haus der Solidarität' fahren wollen."

"In Köln freuten sich rund 70 Teilnehmer über eine gelungene Feier. Nach einem leckeren Büffet wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die Gäste - es reichte von einem bewegend vorgetragenen Song über einen Kapitän, der selbstlos Flüchtlinge rettete, das gemeinsam von Brigadisten vorgetragene Kobanê-Lied, ein Pantomime-Spiel und einen kleinen Sketch bis zum ausgelassenen Tanz in die frühen Morgenstunden."

"60 Gäste begrüßten bei der Silvesterfeier der MLPD Rhein-Main und Aschaffenburg das neue Jahr. Menschen aus Nepal, dem Iran und der Türkei sowie aus Kurdistan im Alter von zwei bis 92 Jahren feierten schwungvoll in Frankfurt ins neue Jahr. Die Spendensammlung für die MLPD ergab über 320 Euro."

"Erstmals feierten im Kreis Zollernalb MLPD, REBELL, Courage und 'ZUG-Albstadt' gemeinsam Silvester. Trotz vieler krankheitsbedingter Absagen – die Stimmung war von gewachsenem Zusammenhalt und einem optimistiscchen Blick aufs Jahr 2016 geprägt!"

Auch aus East London (Südafrika), erreichte uns ein Bericht: "25 Freunde und Genossen der Kommunistischen Partei Südafrikas (Marxisten-Leninisten) CPSA (ML), der MLPD, des Frauenverbands Courage, der Frauenorganisation 'Abangobi Women together' und der Communist Youth League begrüßten gestern gemeinsam kämpferisch und kulturvoll das neue Jahr. Die deutsch-südafrikanische Freundschaft wurde lebendig und führte des öfteren zur Gänsehaut: gemeinsames Singen mehrerer Lieder unter anderem des Kobanê-Lieds, auf Deutsch und Xosa 'Unzima Lamthwalo' ('Unsere Bürde ist schwer') sowie mehreren südafrikanischen kämpferischen Chorgesängen mit allen zusammen."

 

Mehr Berichte von den Silversterfeierlichkeiten der MLPD gibt es im kommenden "Rote Fahne"-Magazin. Es kann hier bestellt werden.

Mehr zur aktuellen Lage in der Welt im aktuellen Interview mit dem MLPD-Vorsitzende Stefan Engel!