Jugend

Solidariät mit dem kurdischen Volk – und mit Deniz Naki!

Solidariät mit dem kurdischen Volk – und mit Deniz Naki!
Deniz Naki im Jahr 2009 während seiner aktiven Zeit für den FC St.Pauli (Foto: Northside/CC BY 3.0)

Hamburg (Korrespondenz), 03.03.16: Wie sich die Unterdrückungspolitik des türkischen Erdogan-Regimes gegen den kurdischen Freiheitskampf im türkischen Fußball auswirkt, zeigen die jüngsten Vorgänge um den Fußball-Profi Deniz Naki: Der hat vom türkischen Verband eine Strafe bekommen, wie sie noch nie im türkischen Fußball verhängt wurde: eine Sperre von zwölf Spielen, weil er sich öffentlich mit dem kurdischen Volk solidarisierte.

Ganz bewusst hatte er sich dieses Jahr beim Dritt-Liga-Stadt-Club von Diyarbarkir in Türkisch-Kurdistan beworben, der sich auch ganz selbstbewusst den kurdischen Namen gab: Amedspor. Nach dem Pokalspiel gegen den türkischen Erstligaverein Bursaspor, das Amedspor als Außenseiter gewann, äußerte Deniz Naki über "Facebook", dass er diesen Sieg denjenigen Menschen widmet, die durch die Ausgangssperren in Sur (der Altstadt von Diyarbarkir), Silopi und Cizre im Kriegsgebiet leben, verletzt und gestorben sind.

Daraufhin wurde von nationalistischen Kräften wegen angeblicher Propaganda für die PKK eine Hetz-Kampagne auf den Weg gebracht. Der Verein wurde für das nächste Pokalspiel gegen den Erstligaclub Fenerbace Istanbul zum kompletten Ausschluss der Zuschauer verurteilt. Solidarität mit dem kurdischen Volk – und mit Deniz Naki!