Umwelt

10.03.16 - Erfolg für die japanische AKW-Bewegung

Am gestrigen Mittwoch, dem 9. März 2016, ordnete das Bezirksgericht von Otsu in Japan an, dass der im Januar angefahrene Reaktor Nr. 3 wieder abgeschaltet werden muss und der Reaktor Nr. 4 in Takahama (Kansai Präfektur) der Kansai Electric Power Co. (KEPCO) nicht angefahren werden darf. Begründet wurde das mit mangelndem Schutz vor Folgen von Tsunamis und Mängeln an Evakuierungsplänen ("Japan Times", 10.3.2016). Damit wurde der Klage einer Anti-AKW-Gruppe aus Kyoto stattgegeben. Angesichts der großen Mehrheit, die die Atompläne der Abe-Regierung ablehnt, und der morgigen landesweit geplanten Proteste anläßlich des fünften Jahrestages des Super-GAUs von Fukushima ist das ein wichtiger Erfolg gegen die japanischen Betreiberkonzerne und die Regierung (siehe auch "rf-news"-Artikel vom 3. Februar 2016 "Japanische Regierung setzt skrupellose Atompolitik fort").