Politik

Breiter Protest gegen AfD-Hetzer Höcke in Sonneberg

Breiter Protest gegen AfD-Hetzer Höcke in Sonneberg

Sonneberg (Korrespondenz), 07.03.16: Bereits im Vorfeld der als Bürgerdialog verpackten rassistischen Hetze des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke am 3. März in Sonneberg hatte sich ein breites Spektrum des antifaschistischen Protestes formiert. SPD, Grüne, die Linkspartei, MLPD, Antifa beteiligten sich, die beiden Kirchen kündigten für den Veranstaltungsbeginn ein „Mahngeläut“ an.

Die Stadtverwaltung Sonneberg stellte der AfD ihr Gesellschaftshaus zur Verfügung. Beim Protest dagegen schränkte sie grundlegende Rechte ein, verweigerte völlig unzulässig eine Kundgebung und genehmigte nur eine stille Mahnwache. Auffallend viele Jugendliche protestierten dennoch mit selbst gemachten Schildern, nahmen die Einladung zum Rebellischen Musikfestival an Pfingsten in Truckenthal mit. Aus der bayerischen Nachbargemeinde Mitwitz war der Bürgermeister persönlich mit einem Transparent erschienen: „Bei manchen endet der Horizont am Brett vorm Kopf der AfD.“ Ein Transparent von Frauen „Gemeinsam gegen Rassismus und Sexismus in jedem Land!“ war unübersehbar, ebenso wie das Sandwich einer MLPD-Genossin „Gegen die AfD als rechtes Auffangbecken deshalb Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen". Mehr als 25 Exemplare der neuen Flüchtlingsbroschüre der MLPD wurden an die 150 Teilnehmer der Mahnwache verteilt. Beim Interview mit dem Fernsehsender MDR wurde auch das „Haus der Solidarität“ in Truckenthal und die ICOR-Solidaritätsbrigaden für Kobanê ins Blickfeld gerückt. Verschiedene neue Kontakte - auch zu syrisch-kurdischen Flüchtlingen – konnten geknüpft werden, die dann gleich ins „Haus der Solidarität“ eingeladen wurden.