Frauen

Rheinfelden: Protest gegen den allgegenwärtigen Sexismus

Rheinfelden (Korrespondenz), 08.03.16: Auch in Rheinfelden versammelten sich zum Internationalen Kampftag zur Befreiuung der Frau an die dreißig kämpferische Frauen und einige Männer. Sie organisierten eine Straßenaktion mit einem Stand und einer Kundgebung am Friedrichsplatz. Mit Mikro und Verstärker meldeten sie sich öffentlich zu Wort.

Die Rednerinnen protestierten gegen den allgegenwärtigen Sexismus und die Gewalt gegen Frauen. Sie erläuterten die gleichberechtigte Situation der Frauen im Alevitentum und prangerten die Zulassung von Prostitution und Frauenhandel in Deutschland an. Sie entlarvten den Zusammenhang zwischen dem kapitalistischen Raubbau an der Natur und der besonderen Unterdrückung der Frauen. Sie analysierten die doppelte Ausbeutung von berufstätigen Frauen mit Familien. Sie wiesen aber auch auf das besondere Engagement vieler Frauen hin, die für die Erhaltung der natürlichen Umwelt und die Einheit von Mensch und Natur kämpfen.

Die Rednerinnen forderten den gleichberechtigten Zugang beider Geschlechter zu Bildung und Beruf, aber auch mehr Arbeitszeitsouveränität und einen gesetzlich verankerten Rechtsanspruch auf Teilzeit / befristete Teilzeit für Beschäftigte mit Kindern. Eine Rednerin wies auf das Bespiel der bewaffneten Fraueneinheiten der YPJ in Rojava im Kampf gegen den IS in Syrien hin. Eine weitere Rednerin betonte, es bedürfe "... einer radikalen Änderung der vorherrschenden Art zu produzieren, zu konsumieren und zu leben."

Die Veranstaltung wurde von der kämpferischen Frauenorganisation Courage in Rheinfelden, von Mitgliedern des Alevitischen Zentrum Rheinfelden, der örtlichen Umweltgewerkschaft, von Vertrauensleuten der IGBCE und von GenossInnen der MLPD Rheinfelden organisiert. Sie diente auch der Unterstützung der Weltkonferenz der Basisfrauen in Kathmandu.

Bis heute leiden Frauen weltweit unter doppelter Ausbeutung. Hinzu kommen millionenfache sexuelle Attacken. Doch auch der Widerstand dagegen wächst: Örtlich und  international kämpfen Frauen massenhaft gegen doppelte Ausbeutung und sexualisierte Unterdrückung. Auf der zweiten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Nepal sollen langfristige Beziehungen aufgebaut werden, damit der Informationsaustausch, die Unterstützung und die Koordination für weitere weltweite und massenhafte Frauenkämpfe organisiert werden kann.