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Ein Highlight der Weltfrauenkonferenz: Der Songcontest

Ein Highlight der Weltfrauenkonferenz: Der Songcontest
Kejsi - die Gewinnerin des Songcontests

19.03.16 - (aktualisiert am 21.03.16) Ca. 500 bis 600 Besucher verfolgten einen spannenden Liederwettbewerb um die neue Hymne der Weltfrauenkonferenz. Angetreten waren sechs Sängerinnen/Gruppen aus drei verschiedenen Ländern: Nepal, Deutschland und Bangladesh. Moderiert wurde der Abend von Bulelwa aus Südafrika und der Rebellin Bianca aus Göttingen, junge engagierte Nepalesinnen übersetzten in Nepali. In der Jury saßen Miriam, eine junge Frau aus Marokko; Rhea, eine junge Frau aus Deutschland und Rupa aus Nepal.

Alle drei wurden als Musikkennerinnen vorgestellt. Zu den Anforderungen an die Hymne und Teilnahme am Songcontest stellte der Jugendverband Rebell heraus: Es müssen die Werte der Weltfrauenkonferenz zum Ausdruck kommen, es soll rhythmisch sein und eine eingängige Melodie haben. Außerdem soll es das Bewusstsein und die Gefühle der Frauen ansprechen.

Die meisten Lieder waren selbst komponiert mit neuen Melodien; ein Lied aus Bangladesh war ein traditionelles Volkslied; das Lied „Women of the World – unite“ der Songgruppe WOW Colone/Deutschland nahm per Video Übertragung teil. Das Publikum ging begeistert mit, tanzte und klatschte. Die Jury bewertete fachkundig die Performance, Ausdruck und Stimme sowie die Besonderheiten in den Texten.

Es wurde schnell deutlich, dass die Entscheidung schwer fallen wird. Abgestimmt wurde mit Aufklebern an Plakaten, die von Jungs durch die Reihen getragen wurden. Dann war es soweit, das Lied „Women of the World we arise“ aus Deutschland gewann mit 167 Stimmen deutlich vor dem zweiten Platz der Nepalesin Nilima Pun. In einer weiteren Korrespondenz wird berichtet: "Kejsi, 11 Jahre aus Gelsenkirchen, die Gewinnerin des Vorentscheids auf dem Pfingstjugendtreffen 2015, trat auch per Video an. Ihr Song 'Women of the world arise' und ihre kraftvolle Stimme sorgte erneut für Erstaunen und Begeisterung. Dass die Jugend die Zukunft der Frauenbewegung ist, wurde so auch in ihrem Beitrag lebendig."

Es war toll, wie alle Teilnehmer die junge Siegerin hoch leben ließen. Von Konkurrenzdenken keine Spur! Die Siegerehrung für alle anderen ging dann im allgemeinen Trubel etwas unter – aber alles in allem ein wunderbarer Abend, der im Zeichen der jungen Frauen für eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Frau stand.