Wirtschaft

Große Proteste gegen Siemenskonzern

Große Proteste gegen Siemenskonzern
Selbständiger 12-Stunden-Streik von Kolleginnen und Kollegen des Siemens-Turbinenfabrik im Oktober 2015 (rf-foto)

18.03.16 - Zur geplanten Arbeitsplatzvernichtung bei Siemens hat die Landesleitung Bayern der MLPD folgende Erklärung veröffentlicht:

„Siemens will im Bereich 'Process Industries and Drives' 2.000 Arbeitsplätze in Deutschland vernichten, vor allem in den bayerischen Werken Nürnberg (750), Ruhstorf in Niederbayern (700), Bad Neustadt (370) und Erlangen (150). Siemens-Boss Joe Kaeser ist mit der Marge von 6 Prozent in dem Bereich nicht zufrieden. Als Krisenmanager muss er die Profitrate ständig steigern. ...

Die Kolleginnen und Kollegen haben mit ihren Protestkundgebungen ein beeindruckendes Zeichen gesetzt und dafür die Arbeit niedergelegt. In Ruhstorf ging die gesamte Belegschaft von 1.300 Kollegen auf die Straße, in Bad Neustadt mit 1.500 vier mal so viele wie direkt betroffen sind. Darin drückt sich der Stimmungsumschwung aus, von den Klasseninteressen auszugehen.

In Berlin protestierten 500 Dynamowerker gegen die Vernichtung von 30 Arbeitsplätzen. Überall bekamen sie Unterstützung von Kollegen anderer Betriebe. Die Kollegen waren sich einig: Das war nur der Auftakt, 'jetzt müssen wir dran bleiben'. Das ist ein wichtiger Schritt zum gemeinsamen Kampf aller Siemens-Belegschaften."