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Delegation des „Hauses der Solidarität“ beim Empfang in der Erfurter Staatskanzlei

Delegation des „Hauses der Solidarität“ beim Empfang in der Erfurter Staatskanzlei
Die Delegation vom "Haus der Solidarität" beim Empfang bei Ministerpräsident Bodo Ramelow in Erfurt (rf-foto)

Truckenthal (Korrespondenz), 23.03.16: Zum Newrozfest hatte der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow zum Empfang in die Erfurter Staatskanzlei eingeladen. Ein nicht alltägliches Ereignis – ist es doch noch nicht lange her, wo auch in Deutschland das Feiern des kurdischen Neujahrsfests verfolgt oder politisch unterdrückt wurde. Zum Empfang gekommen waren etwa vierzig Gäste, darunter führende Vertreter der kurdischen Dachorganisation NAV-DEM. Mit dabei waren Vertreter der Initiatorengruppe, junge Flüchtlinge, die beim Ausbau helfen und ein Brigadist aus Kobanê.

Viele Anwesende sahen in Rojava ein Modell nicht nur für Syrien, sondern für viele Länder des Nahen und Mittleren Ostens. Bodo Ramelow ging in seiner Begrüßungsrede auf die aktuelle Situation in Syrien ein, drückte seinen besonderen Respekt vor der bewaffneten Befreiung Kobanês aus und verband seine Hoffnungen für die Menschen in Syrien mit den Erfolgen beim Aufbau Rojavas. Er forderte die Beteiligung der PKK an den Friedensverhandlungen und eine Freilassung Abdullah Öcalans.

Dagmar Kolkmann-Lutz stellte das „Haus der Solidarität“ vor, das bislang ohne einen Cent staatlicher Unterstützung oder Kredite der Banken mit über zehntausend freiwillig geleisteten Stunden aufgebaut wird. Sie kritisierte, dass nach wie vor keine Flüchtlinge zugewiesen werden und machte den Vorschlag, Flüchtlinge mit Bleiberecht in dem Haus unterzubringen. Bodo Ramelow zeigte sich diesem Angebot gegenüber aufgeschlossen und machte den Vorschlag für einen weiteren Termin mit seinem Büro.