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Aschaffenburg: Die Gewalt ging von türkischen Ultrarechten und Faschisten aus!

Aschaffenburg (Korrespondenz), 29.03.16: Am Ostersonntag fand in Aschaffenburg unter dem Motto "Für Frieden, gegen Terror – gegen PKK und IS" eine Demonstration ultrarechter und faschistischer Türken statt. Mitaufruferin war eine Gruppierung namens "Osmanische Generation", die für ihren faschistoiden Nationalismus bekannt ist. Unter den massenhaft von den Organisatoren ausgegebenen türkischen Fahnen waren auch Fahnen und Symbole der nationalistisch-faschistischen Partei MHP (Graue Wölfe) zu sehen. Immer wieder wurde deren faschistisches Handzeichen gezeigt und deren Parolen gerufen. Auch der Aufruf hatte einen faschistoiden Charakter: "TEK MILLET (Ein Volk), TEK TÜRKIYE (Eine Türkei), TEK DEVLET (Ein Staat)".

Das Wort "Frieden" und die Erwähnung des IS dienten lediglich dazu, unter diesem Deckmantel faschistisches Gedankengut - insbesondere eine Hetze gegen den kurdischen Befreiungskampf und die PKK - zu verbreiten und war vor allem ein Täuschungsmanöver gegenüber der deutschen Bevölkerung. Schon im Vorfeld fand auch in sozialen Medien eine gesteuerte Hetzkampagne gegen den fortschrittlichen kurdischen Verein in Aschaffenburg statt.

Deutsch-, türkisch- und kurdischstämmige Jugendliche aus verschiedenen Städten, die ein Zeichen gegen diesen faschistischen Aufmarsch setzen wollten, schlossen sich zusammen, um in Aschaffenburg dagegen zu protestieren. Nachdem sie Gegenparolen riefen, wurden sie von einer großen Gruppe faschistischer Demonstranten verfolgt. Die kurdischstämmigen Jugendlichen suchten Zuflucht in dem Haus des kurdischen Vereins, das von den Grauen Wölfen umzingelt wurde. Sie versuchten, in das Haus einzudringen und bedrohten die Gegendemonstranten mit aggressiven Parolen. Daraufhin sahen es diese Jugendlichen für notwendig an, sich und die Vereinsräume (in denen sich zu diesem Zeitpunkt auch Frauen und Kinder befanden) zu verteidigen. Erst nachdem die Verstärkung der Polizei eintraf, war der rechte Mob zum Rückzug zu bewegen.

Die Verantwortlichen der Stadt Aschaffenburg sind dafür zu kritisieren, dass sie diese Demonstration genehmigt haben, obwohl alle Zeichen dafür sprachen, dass es sich um einen faschistischen Aufmarsch handelte. In etlichen Medien wurde wahrheitswidrig berichtet, die Gewalt sei von kurdischen Jugendlichen ausgegangen.

Solche reaktionären Demonstrationen wie am Ostersonntag in Aschaffenburg  sind deutschlandweit in mehreren Städten geplant. Dagegen muss ein breiter Widerstand aller Demokraten, Antifaschisten, Internationalisten, Sozialisten und Marxisten-Leninisten organisiert werden.