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Ostermarsch 2016: "Gemeinsames Anliegen war die Ablehnung des Bundeswehreinsatzes in Syrien"

Ostermarsch 2016: "Gemeinsames Anliegen war die Ablehnung des Bundeswehreinsatzes in Syrien"
Hamburg: Ostermarsch 2016 (rf-foto)

29.03.16 - Am gestrigen Ostermontag fanden weitere Ostermarschaktivitäten statt; rf-news setzt die gestern begonnene Berichterstattung fort:

Frankfurt/Main: Dem Aufruf von ca. 14 Organisationen folgte ein Sternmarschblock von der Bockenheimer Warte aus. Es gab deutlichen Protest gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung, Profitmacherei mit Rüstungsexporten, aber auch Illusionen in den Friedenswillen der Herrschenden. In sehr vielen Gesprächen wurde deutlich, dass die Teilnehmer trotz unterschiedlicher ideologisch-politischer Auffassungen einen künftig sehr viel engeren Zusammenschluss fortschrittlicher Kräfte fordern und befürworten.

Hamburg: Zwischen 1.000 und 1.500 Menschen demonstrierten beim Ostermarsch am Ostermontag in Hamburg. Immer wieder gab es aus dem kämpferischen Block Sprechparolen, u.a. "Um Europa keine Mauer, Bleiberecht und das auf Dauer!" Besonders begeistert wurde die "Internationale" mit der Musikgruppe Peperoni gesungen. Zur ICOR-Flagge, mit der die MLPD auftrat, gab es interessierte Nachfragen und Zustimmung: "Das ist doch eine gewaltige Aufgabe, so auf der ganzen Welt die Arbeiter gegen die ungerechten Kriege zusammen zu bekommen!" Wohl wahr!

Nürnberg: Gemeinsames Anliegen der ca. 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer war die Ablehnung des Bundeswehreinsatzes in Syrien. "Die Menschen in Syrien müssen selbst über ihre Zukunft bestimmen können", hieß es im Aufruf des Nürnberger Friedensforums. "Wer heute für den Frieden kämpft, muss sich klar positionieren. Für das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Gegen die Kriminalisierung und Diffamierung von Befreiungskämpfen. Gegen das Verbot der PKK und für die Freilassung aller politischen Gefangenen, die für dieses Selbstbestimmungrecht eintreten", meinte Johannes Rupprecht, einer der Redner von der MLPD.

Rügen: 152 Teilnehmer waren dem Aufruf des Friedensbündnisses gefolgt. Herzlich begrüßt wurde auch eine zehnköpfige Gruppe afghanischer Flüchtlinge, die zur Zeit in Sassnitz untergebracht sind.  Sonja Steffens berichtete, dass sie sich nicht dem SPD-Fraktionszwang im Bundestag gebeugt hatte und gegen weitere Kriegseinsätze der Bundeswehr gestimmt habe.