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"Panama Papers": Daten über Steuerbetrug

04.04.16 - Der "Süddeutschen Zeitung" hat eine anonyme Quelle die sogenannten Panama Papers - 2,6 Terabyte Daten - überlassen. Dies sind 11,5 Millionen Dokumente zu insgesamt 214.000 Briefkastenfirmen. Diese Firmen wurden von der Kanzlei Mossack Fonseca aus Panama gegründet. In den Unterlagen tauchen dabei die Namen von Milliardären, Politikern, weltbekannten Sportlern, Waffenhändlern, Spionen und Betrügern auf, auch vom Cousin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

So gehören oder gehörten offenbar dem saudi-arabischen König Salman ibn Abd al-Asis und dem früheren georgischen Ministerpräsidenten Bidsina Iwanischwili Offshore-Firmen. Auch der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, wird den Unterlagen zufolge als Eigentümer einer Briefkastenfirma genannt. Der isländische Premierminister Sigmundur Davíð Gunnlaugsson besaß bis Ende 2009 zusammen mit seiner heutigen Ehefrau eine Briefkastenfirma, in der unter anderem Anleihen wichtiger isländischer Banken deponiert waren. Enge Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin haben in den vergangenen Jahren unter konspirativen Umständen offenbar mehr als zwei Milliarden Dollar durch Briefkastenfirmen geleitet und dabei viel Geld außer Landes geschafft.