Umwelt

Massive Häufung von Krebsfällen durch die Gas- und Fracking-Industrie in Niedersachsen

Massive Häufung von Krebsfällen durch die Gas- und Fracking-Industrie in Niedersachsen
Eine Broschüre der Umweltgewerkschaft zum Thema (foto: Umweltgewerkschaft)

06.04.16 - Endlich hat mit der „ARD“ einer der großen Fernsehsender den Skandal aufgegriffen, der eigentlich schon seit ca. vier Jahren von den Fakten her bekannt ist. In der Sendung „Report München“ vom 5. April wird aufgedeckt, dass es zu einer massiven Häufung von Krebsfällen bei Anwohnern der niedersächsischen Erdgas- und Fracking-Industrie kommt.

Vor allem dort, wo das Lagerstättenwasser, also die mit dem Fracken hochgespülte Giftbrühe, wieder ins Erdreich versenkt wird, sind viele der in der Nähe wohnenden Menschen an Krebs erkrankt oder bereits verstorben. Besonders häufig sind bösartige Lymphome und Leukämien. „Report“ berichtet: "Das Krebs-Register Niedersachsen hat die Zahlen ausgewertet. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit für Männer im Landkreis Rotenburg an Leukämie oder Krebs-Lymphomen zu erkranken um 31 Prozent höher als sonst, in der Samtgemeinde Bothel sogar um 95 Prozent höher als im Durchschnitt in der Region. Insgesamt: mehr als 100 solcher Krebsfälle." Die Behörden und die niedersächsische SPD-Grüne-Landesregierung glänzen durch Untätigkeit. Auch „Report“ hegt den Verdacht, dass dies mit den 600 Millionen Euro zu tun hat, die durch die Erdgasförderung jährlich in die Staatskassen der Bundesländer, vor allem des Landes Niedersachsen gespült werden. Das bisherige Maximum der Aktivität: Eine Fragebogenaktion des Landkreises an die Betroffenen. Und das trotz der dringenden Warnungen und Forderungen der Ärzte in der Region! (siehe hier!)

Spätestens jetzt wird klar: Es reicht nicht, gegen vorgesehene neue Fracking-Maßnahmen in Deutschland zu protestieren. Fracking muss generell verboten werden, weltweit, und damit auch die bereits laufenden Fracking-Aktivitäten der Erdgasindustrie in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Das gilt auch für "Probebohrungen", wie sie z.B. am Niederrhein wieder aktuell geplant sind und von der Landesregierung NRW trotz ihres "Fracking-Moratoriums" toleriert werden - ganz im Sinne des noch nicht verabschiedeten Fracking-Gesetzes der Bundesregierung!

In diesem Zusammenhang steht auch der Kampf der Kumpel gegen die Schließung der deutschen Zechen. Die Fracking-Pläne und die Einlagerung von Giftmüll unter der Tage, der Energiemonople und des Kohlemonopols Ruhrkohle AG (RAG) sind mit einem aktiven Unter-Tage-Abbau in Deutschland nicht vereinbar. Deshalb gehören der Kampf gegen die Vernichtung des Bergbaus in Deutschland und der Umweltkampf zusammen. (siehe "rf-news")

Die MLPD kämpft für ein generelles Fracking-Verbot. Für eine durchsetzungsfähige Anti-Fracking-Bewegung und die Entwicklung eines aktiven Widerstands kommt es besonders auf die Überwindung der Spaltung von Arbeiter- und Umweltbewegung an. Deshalb ist der MLPD ein gemeinsamer aktiver Widerstand wichtig - dafür steht und arbeitet sie! Nur durch gemeinsamen aktiven Widerstand kann ein Verbot des Fracking durchgesetzt werden.

Der "Report"-Beitrag kann hier angesehen werden!

Hier geht es zur Homepage der Umweltgewerkschaft!

Hier erfahren Sie mehr über das Buch "Katastrophenalarm" Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?"!