Jugend

Jugend-Gesundheitsstudie mit zwiespältigen Ergebnissen

Jugend-Gesundheitsstudie mit zwiespältigen Ergebnissen
Positioniert sich gegen Drogensumpf und für eine lebenswerte Zukunft

08.04.16 - Eine neue Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) zeigt eine widersprüchliche Entwicklung beim Konsum von Drogen, Rausch- und Suchtmitteln  Jugendlicher. Der Anteil der rauchenden 12- bis 17-Jährigen sank im vergangenen Jahr auf einen neuen Tiefstand von 7,8 Prozent. Auch ihr Alkoholkonsum nimmt weiter ab. Nur noch 10 Prozent gab an, regelmäßig Alkohol zu trinken. Vor zehn Jahren hatte die Quote noch bei 18,6 Prozent gelegen. Das zeigt ein gewachsenes Gesundheitsbewusstsein unter der Jugend. Zugenommen hat dagegen der Konsum so genannter "weicher Drogen". Regelmäßig Cannabis konsumieren 4,8 Prozent der Männer und 2,7 Prozent der Frauen unter 26. Das sind doppelt so viel wie vor vier Jahren. Harte Drogen spielen bei den unter 18-Jährigen praktisch keine Rolle. Alarmierend ist jedoch die zunehmende Verbreitung hochgefährlicher Designerdrogen und von Methamphetaminen (Crystal Meth).

Als Hauptursache werden wachsende soziale Probleme und Perspektivlosigkeit angegeben. Die Shell-Jugendstudie vom Herbst 2015  stellt aber auch fest: Eine Generation sei im Aufbruch; fast die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen gab an, sich für Politik zu interessieren. Das schlage sich in der wachsenden "Teilnahme an Online-Petitionen" bis hin "zur Teilnahme an Demonstrationen"

nieder.

Dem Konsum von sogenannten weichen Drogen muss in dieser Auseinandersetzung sowohl das irreführende Image einer rebellischen Kultur genommen, als auch die Verharmlosung seiner gesundheitsgefährdenden Wirkung nach dem Motto 'Ein Vollrausch vom Alkohol sei schlimmer als Kiffen' entgegengetreten werden. Das ist eine konstruierte Alternative -  Komasaufen ist genauso abzulehnen wie der Drogenkonsum. Gesellschaftliche Probleme lassen sich nicht mit einem umnebelten Kopf lösen. Der Cannabis-Wirkstoff THC greift zudem tief in die Organisation des Gehirns ein. Er stört die Fähigkeit, sich selbst in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit zu bringen. Langfristig sind Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen, aber immer häufiger auch Psychosen die Folge.

Das Verbot von Haschisch sei "repressiv" vertreten die Befürworter seiner Legalisierung - darunter auch die Jugendverbände der Linkspartei, der Grünen und der SPD. Die MLPD und ihr Jugendverband sind der Meinung, dass gegen den Drogensumpf tatsächlich auch "repressiv" vorgegangen werden muss.

Das Herunterspielen der Gefährlichkeit des Drogenkonsums richtet sich auch gegen die sich belebende Rebellion der Jugend. Die Doppelmoral und Halbherzigkeit, mit der die Herrschenden angeblich den Drogenmissbrauch bekämpfen, kommt unter anderem daher, dass Haschisch eine den Individualismus und die Vereinzelung fördernde Droge ist. Sie ist daher für die Zersetzung der Jugendbewegung durch die Herrschenden bestens geeignet, solange eine übermäßige Zerrüttung der Jugend nicht die kapitalistische Produktion gefährdet.

Die MLPD und ihr Jugendverband REBELL kämpfen gegen den Drogensumpf: Die Verbreitung von Drogen, die damit einhergehende Kriminalität, die "Kultur", die Profiteure und die Hintermänner. . Sie leisten eine Erziehungsarbeit gegen Rausch- und Suchtmittel aller Art und fördern eine lebensbejahende rebellische Kultur. In diesem Sinne unterstützen sie das Rebellische Musikfestival zu Pfingsten 2016 in Truckenthal. Das Solidaritätskonzert für das Haus der Solidarität, für eine internationalistische Asyl- und Flüchtlingspolitik, gegen Faschismus und Rassismus, und ohne Sexismus und Drogen ist ein echter Höhepunkt der fortschrittlichen, kämpferischen Jugendbewegung.

Immer einen Besuch wert - Die Webseite "Rebellisches Musikfestival". Neu seit 3. April: Solidaritätserklärung des bundesweiten Treffens des Vereins Rebellisches Musikfestival e.V. mit den Antifaschisten in Sonneberg