Politik

Tarifrunde im Öffentlichen Dienst "Das ist nur ein Auftakt!"

Tarifrunde im Öffentlichen Dienst "Das ist nur ein Auftakt!"
Das Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus ist ein guter Platz für kämpferische Protestaktionen. Hier die ver.di-Aktion von 2015 (rf-foto)

Gelsenkirchen (Korrespondenz), 06.04.16: Am 5. April gab es erste landesweite Aktionen zum Beginn der Tarifrunde im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen, die in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Diese Aktionen reichen von "aktiven Mittagspausen" bis hin zu ersten Warnstreiks. In Gelsenkirchen wurde der Auftakt mit einer "aktiven Mittagspause" vor dem Verwaltungsgebäude Hans-Sachs-Haus genutzt, um sich auch inhaltlich auszutauschen und mit Argumenten (und einem Snack) zu stärken.

Gerade der geplante Angriff auf die betriebliche Altersversorgung macht viele Kollegen ziemlich wütend. Nicht nur das der Tarifvertrag im öffentlichen Dienst (TVÖD) ein Abgruppierungstarifvertrag ist und die jungen Kolleginnen und Kollegen im Schnitt weniger verdienen als Altbeschäftigte, jetzt sollen auch noch immer mehr Aufgaben auf die Beschäftigten abgeladen werden. Außerdem wollen die Herrschenden nun an unsere Rente. Gerade die unteren Entgeltgruppen sind da besonders betroffen. In der Öffentlichkeit angegriffen werden, muss auch der Mythos von sicheren Arbeitsplätzen, denn befristete Arbeitsverträge sind hier durchschnittlich hoch vertreten. Daher fordert ver.di die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen und die Regelung der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden. Uns wird eine "überzogene" Forderung von 6 Prozent mehr Geld vorgeworfen, weil angeblich kein Geld da sei! Da kam uns der Skandal der Panama Papers gerade recht! Wir waren uns einig, das war heute nur ein Auftakt!