Politik

ver.di: Warnstreiks in Mainz und Wuppertal und Streik bei Amazon

ver.di: Warnstreiks in Mainz und Wuppertal und Streik bei Amazon
Warnstreik im Öffentlichen Dienst in Mainz (rf-foto)

07.04.16 - Etwa 600 Kolleginnen und Kollegen unterschiedlichster kommunaler Einrichtungen der Stadt Mainz traten am 5. April 2016 in einen zweistündigen Warnstreik. Dies berichtet ein rf-news-Korrespondent: "Müllmänner in ihrer orangefarbenen Arbeitskleidung waren natürlich sehr auffallend. Sie kamen mit ihren Müllautos auf den zentralen Gutenbergplatz. Aber auch Erzieherinnen, Mitarbeiter aus dem Rathaus, von Entsorgungsbetrieben waren aufgerufen zum Warnstreik. Die Forderung nach 6% mehr Lohn steht. Besondere Wut hatten die Kollegen auf die Ankündigung der Arbeitgeber von Bund und Kommunen, dass die betriebliche Altersvorsorge angetastet werden soll."

Bei den beiden ersten Warnstreiks von ver.di in der Tarifrunde beteiligten sich in Barmen und Elberfeld zusammen rund 350 Kolleginnen und Kollegen, heißt es im Bericht aus Wuppertal: "Es war eine selbstbewusste gute Stimmung, in Barmen waren auch viele junge Kollegen dabei. Von der MLPD brachten wir unsere Solidarität zum Ausdruck und einige Broschüren zur VW-Krise wanderten in die Taschen interessierter Kollegen."

An den Amazon-Standorten Rheinberg und Werne streiken die Beschäftigten heute bis zum Ende der Spätschicht, um auf ihre schwierigen und gesundheitsbelastenden Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Sie nutzen dazu den heutigen internationalen Gesundheitstag, mit dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an ihre Gründung im Jahr 1948 erinnert.

"Trotz einiger Verbesserungen gibt es immer noch keine ausreichend lange Ruhepause. Mit dem Gong zum Pausenanfang darf der Arbeitsplatz verlassen werden und mit dem Gong zum Pausenende muss man bereits wieder am Arbeitsplatz stehen. Durch die langen Wege bei Amazon wird die tatsächliche Pause deutlich reduziert, so fehlt die Zeit zum regenerieren", berichtet Tim Schmidt, ver.di-Sekretär im Bezirk Linker Niederrhein.