Politik

München: Kämpferische Demonstration von 2.500 Metallern zur Tarifrunde

München (Korrespondenz), 14.04.16: Mit 2.500 Kolleginnen und Kollegen aus ganz Bayern demonstrierten am 14. April in München über doppelt so viele zum "Haus der Wirtschaft" wie die IG Metall angekündigt hatte. So waren von Siemens Ruhstorf bei Passau drei volle Busse gekommen. Die Kolleginnen und Kollegen protestieren gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen für die Profitmaximierung von Siemens.

Tosenden Beifall gab es immer dann, wenn von der Bühne "breite Warnstreiks und weitere Kampfmaßnahmen" ab Ende der Friedenspflicht am 29. April angekündigt wurden. Bereits jetzt zeigt sich eine gewachsene Bereitschaft zum gewerkschaftlichen Kampf um die Durchsetzung der geforderten 5 Prozent mehr Lohn. Nach den Reden wurde die Kundgebung schnell beendet und der Bevollmächtigte der IG Metall München forderte die Teilnehmenden auf, zügig in kleinen Gruppen und "nicht als Demonstration" zu den Bussen zurück zu gehen.

130 Broschüren der MLPD zur "VW-Krise" waren schnell verteilt. Ruhstorfer Siemens-Kollegen meinten: "Genau wie bei uns, denen geht es nur darum, möglichst viel Profit rauszuholen." Viele Diskussionen mit antikommunistischen Vorbehalten wurden offen geführt.