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Tausende sagen "Nein" zu Aufmärschen türkischer Nationalisten und Faschisten

Tausende sagen "Nein" zu Aufmärschen türkischer Nationalisten und Faschisten
In Hamburg unterbanden 2.000 Antifaschisten den Aufmarsch der Nationalisten und Faschisten (rf-foto)

11.04.16 - In verschiedenen Städten Deutschlands haben tausende Demonstranten am Sonntag, 10. April, dafür gesorgt, dass die angekündigten Demonstrationen türkischer Nationalisten und Faschisten ein überdeutliches antifaschistisches Gegengewicht bekamen.

Aus Köln berichtet ein Korrespondent: "Ca. 750 Menschen demonstrierten auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz gegen einen Aufmarsch von – nach unterschiedlichen Quellen – 375 bis 1.000 Teilnehmern aus nationalistischen und faschistischen Gruppen. Ca. 1.600 Polizisten waren im Einsatz, sie gingen gegen kurdische Demonstranten vor, die sich direkt den Faschisten, darunter welche mit Symbolen der 'Grauen Wölfe' in den Weg stellten. Als einzige Partei aus Deutschland war die MLPD vertreten. Ein Sprecher stellt unter anderem heraus, dass auch die deutsche Regierung auf die Anklagebank gehört, weil sie die Politik der türkischen Regierung unterstützt, auch mit der Verfolgung und Inhaftierung von Freiheitskämpfern in Deutschland."

Aus Hamburg wird berichtet: "Über 2.000 Demonstranten stellten sich heute bei bestem Wetter dem von türkischen Nationalisten und Faschisten organisierten sogenannten 'Marsch für den Frieden in der Türkei' entgegen. Hatten diese großspurig mit 1.000 Teilnehmern gerechnet, war es am Ende nur ein kläglicher Haufen von 100 Menschen, die sich hinter dem Bahnhof Dammtor versammelten – beschützt von viel Polizei. Ihren geplanten Demonstrationszug mussten sie ganz absagen. Christian Kölle konnte auf der Abschlusskundgebung als Vertreter der MLPD sprechen. Er wies unter anderem nach, wie Erdogan und Merkel in ihrer konterrevolutionären Politik vereint sind und dass die Demonstrationen der türkischen Faschisten ein Ausdruck der Defensive der türkischen Regierung sind. Weil immer deutlicher wird, dass der Gegensatz in der Türkei nicht zwischen Türken und Kurden sondern zwischen der Arbeiter-, Frauen- und Jugendbewegung und den dort neu entstandenen internationalen Monopolen besteht, deren Statthalter Erdogan ist."