Politik

20.04.16 - Ingolstadt: Audi-Konzern sahnt ab

Das "Handelsblatt" berichtet heute unter Berufung auf interne Quellen der Branche, dass die VW-Betrugs-Software bereits im Jahr 1999 bei Audi in Ingolstadt erfunden worden sei. Die Aufgabenstellung war, strengere Grenzwerte in der EU zu umgehen. Bei Audi sei die Software - so das "Handelsblatt" - nicht zum Einsatz gekommen. Die Stadt Ingolstadt rechnet heuer mit nur noch 70 Millionen Euro Einnahmen aus Gewerbesteuern (2014: 200 Millionen; 2013: 250 Millionen). Audi schreibt vorsichtshalber "Verluste" wegen möglicher Absatzeinbußen und Strafzahlungen in der VW-Krise. Die Stadt soll jedoch eine Autobahn-Umgehung beim Audi-Werk mit 200 Millionen Euro finanzieren und 350 Millionen Euro in das Güterverteilzentrum des Konzerns stecken. So funktioniert ein Stadthaushalt als Dienstleister der Übermonopole.