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Erklärung der PYD: Stoppt den Angriff auf Zivilisten!

Erklärung der PYD: Stoppt den Angriff auf Zivilisten!

22.04.16 - Die Deutschland-Organisation der syrischen Partei der Demokratischen Union (PYD) fordert, dass der Angriff der bewaffneten Gruppen auf Zivilisten in Sheikh Maksoud – Aleppo umgehend gestoppt wird! In ihrer Erklärung heißt es: "Seit dem 27. Februar gilt offiziell ein Waffenstillstand in Syrien. Die Volksschutzeinheiten (YPG) akzeptierten den Waffenstillstand und stoppten seitdem alle Kampfhandlungen. Die bewaffneten Gruppen der syrischen Opposition, die der syrischen oppositionellen Koalition nahe stehen, respektierten diesen Waffenstillstand nicht und führen Kämpfe weiter, trotz der öffentlichen Zustimmung.

Diese Gruppen nutzten die Gelegenheit des Waffenstillstands, um ihre  Kämpfer aus anderen Fronten, in denen die Auseinandersetzungen gestoppt wurden, zurückzuziehen. Sie zogen alle ihre Truppen und Brigaden aus Kampflinien mit der ISIS-Organisation im Norden der Stadt Aleppo zurück und sammelten ihre Kräfte am Rande des Viertels Sheikh Maksoud. In diesem Viertel von Aleppo wohnen mehr als 60.000 Menschen, welche von  den Volksschutzeinheiten, der Frauenschutzeinheiten und der Asayesh-Kräften (Polizei) geschützt werden.

Das Viertel Sheikh Maksoud in der Stadt Aleppo wird seit dem 16. Februar 2016 von 26 syrischen oppositionellen Gruppen heftig angegriffen und systematisch bombardiert. ... Im Ergebnis der Bombardierung wurden etwa 70 Zivilisten getötet, mehr als 650 weitere verletzt, ...

In dem Stadtteil Sheikh Maksoud leben überwiegend muslimische und yezidische Kurden neben Arabern, Turkmenen und Flüchtlinge aus anderen Vierteln von Aleppo, die vor Auseinandersetzungen zwischen den Regimeeinheiten und der bewaffneten Opposition flohen und in dem Viertel Schutz fanden. ...

Vor diesem Hintergrund fordern wir die deutsche Regierung und alle Institutionen in Deutschland und der Welt auf, Druck auf diese Gruppen auszuüben, damit sie ihre Offensive gegen zivile Menschen stoppen und sich an die einschlägigen internationalen Resolutionen halten und ihre Verpflichtungen entsprechend erfüllen."