International

20.04.16 - Volker Schwenck verlangt Aufklärung

Der gestern in Istanbul festgehaltene SWR-Journalist Volker Schwenck verlangt Aufklärung darüber, weshalb man ihn nicht in die Türkei einreisen ließ ("rf-news" berichtete gestern). Es ist ein Hohn, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel behauptet, sie beobachte das Vorgehen der Türkei "mit gewisser Sorge". Mit ihrer Kumpanei mit Erdogan trägt die Bundesregierung selbst für solche Vorkommnisse Sorge, darunter auch die Verweigerung der Einreise humanitärer Helfer und Hilfsgüter nach Rojava über die Türkei. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) bezeichnete das Einreiseverbot als "Schikane". Nach der neuesten Liste der Pressefreiheit von "Reporter ohne Grenzen" liegt die Türkei auf Rang 151 von 180. Am späten Dienstagabend war Schwenck nach seiner Rückkehr aus Kairo zudem von ägyptischen Behörden verhört worde.