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Mumia Abu Jamal: Statements aus der Haft trotz schlechter Gesundheit

Mumia Abu Jamal: Statements aus der Haft trotz schlechter Gesundheit
Mumia Abu Jamal in der Haft (screenshot)

25.04.16 - Der bekannteste politische Gefangene der USA, Mumia Abu Jamal, ist gestern, 24. April, in der Haft 62 Jahre alt geworden. Obwohl die Behörden und die Gefängnisleitung nach wie vor wenig bis gar nichts dafür tun, dass der an Hepatitis C und Diabetes Erkrankte Hilfe bekommt, äußert er sich nach wie vor aus dem Gefängnis zu politischen Themen. So erklärte er live über Telefon auf einer politischen Konferenz im Februar zu rassistischen Polizeimorden in den USA:

„Die schwarze Freiheitsbewegung wurde überwacht, infiltriert und Männer wie der stellvertretende Leiter der Black Panther Party in Illinois, Fred Hampton, wurden getötet; übrigens im Schlaf. Wir sehen, dass das FBI als Rassenpolizei fungierte. Sie haben auch demonstriert, was wir heute überall um uns herum sehen: Die Kultivierung der Straflosigkeit der Polizei. Der Weg vom staatlichen Mord an Fred Hampton am 4. Dezember 1969 führt direkt zur Tötung des jungen Laquan McDonald vor kurzem in Chicago.

Denn beide sind Ausdruck des hässlichen und immer wiederkehrenden Phänomens der Straflosigkeit der Polizei, dem Recht auf Mord, wenn das Opfer ein schwarzer Mensch ist. In diesen neoliberalen Zeiten, hat die politische Klasse den letzten Fetzen ihrer Seele an die Konzerne verkauft und unter NAFTA und CAFTA Millionen Jobs nach Übersee verlagert. In diesen Zeiten wurde die Rolle der Polizei verschärft, indem sie mit Kriegswaffen ausgerüstet wurden, angeblich als Antwort auf die erfundenen Kriege gegen den Terror. Ihre wahre Rolle sehen wir in Ferguson 2014.“

(Danke an einen Korrespondenten für seine Übersetzung)