Politik

2.000 beim Warnstreik der Frühschicht vom Airbus Hamburg

Hamburg (Korrespondenz), 02.05.16: 2.000 Kollegen von der Frühschicht bei Airbus Hamburg gingen am 29. April 2016, von 10 Uhr bis 12 Uhr, vor das Tor. Eine Gruppe von Azubis war als erste draußen. Der kämpferischen Stimmung trugen auch die Redner Rechnung. Für den gemeinsamen Kampf trat eine Rednerin von ver.di ein: "Wir schaffen den ganzen Reichtum und dann bieten sie uns 0,9 Prozent Lohnerhöhung an, während die Dividenden um 17 Prozentsteigen", war der Tenor der Redner.

"Wir sind für den vollen Einsatz der gewerkschaftlichen Kampfkraft; aber auch für die Losung 'Nieder mit dem Lohnsystem', da halten wir uns an Marx. Wir wünschen Euch viel Erfolg!" Diese Ansprache beim "Rote Fahne"-Verkauf fand viel Anklang bei den Streikenden. In den kurzen Wortwechseln während der Kundgebung ging es darum, dass die Konzentration des gesellschaftlichen Reichtums in den Händen der Monopole zerstörerisch eingesetzt wird: Gegenseitige Vernichtungsschlachten, Umweltverbrechen wie beim Abgasbetrug von VW und anderen und Kriege, um sich gegenseitig die Beute abzujagen. 250 Kollegen hatte am Ende unseren Maiaufruf und nochmal 130 Kollegen die VW-Broschüre, wir hätten von beidem noch mehr gebraucht.

Die Liste der Warnstreiks seit Mitternacht im Norden direkt nach Abschluss der Friedenspflicht ist lang, mit über 3.000 Beteiligten aus 50 Betrieben. Hier nur einige: Airbus Bremen und Stade, Aerotec Nordenham und Varel, Daimler Hamburg-Harburg und Bremen, Arcelor, Hydro und Jungheinreich in Hamburg, Johnson Controls in Hannover, Alstom, MAN, Voith in Salzgitter.