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Am 7. Mai in Hildburghausen demonstrieren – an Pfingsten in Truckenthal feiern!

Am 7. Mai in Hildburghausen demonstrieren – an Pfingsten in Truckenthal feiern!

04.05.16 - Am 15. April urteilte das Verwaltungsgericht Meiningen, dass das Faschisten-Festival „Rock für Identität“ im südthüringischen Hildburghausen mit geringen Auflagen genehmigt ist. Das Neonazi-Spektakel mit Rechtsrock und Propaganda-Rednern wird von russischen Neonazis bis zur „Blood&Honour“-Bewegung beworben.

Unter dem Motto „Keinen Fußbreit den Faschisten“ ruft ein breites Bündnis um den Eisenacher Stadtrat Fritz Hofmann und um den Jugendverband REBEl auf, klare Kante zu zeigen. In einer Online-Petition gegen das Fascho-Konzert heißt es: „Wir sind entschieden dagegen, dass dadurch ausgemachte Nazis über ihre Musik ihre Gesinnung legal unter die Jugend tragen. Im letzten Jahr beteiligten sich Millionen Menschen an der Solidaritätsbewegung mit Flüchtlingen, es entstand die größte antirassistische und antifaschistische Bewegung der letzten Jahre. Für uns kommt nicht in Frage, uns einschüchtern zu lassen und den Nazis auch nur einen Millimeter in Thüringen zu überlassen. Wir fordern das Verbot des 'Rock für Identität'“.

Mittlerweile hat sich ein breites Bündnis aus Antifaschisten, Gewerkschaftern bis hin zur Linkspartei gebildet, das die Demonstration gegen das Faschisten-Festival am 7. Mai in Hildburghausen unterstützt.

Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD und einer der Schirmherren des Festivals, erklärte in einem Grußwort: "... In dieser Situation kann kein Antifaschist, kein Demokrat schweigen. Es ist richtig, gegen das geplante faschistische Rockkonzert in Hildburghausen auf die Straße zu gehen und eine besondere Mobilisierung für das 2. Rebellische Musikfestival durchzuführen – beides gehört eng zusammen."

Mit ihren Hassparolen bereiten die neofaschistischen Kräfte den Boden für Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, für Drohungen und Anschläge auf Antifaschisten und Linke. Ihre Hetze richtet sich gegen die gesamte antifaschistisch-internationalistische (Jugend-)Bewegung, und insbesondere gegen die revolutionäre Arbeiterbewegung mit MLPD und REBELL. Ausdrücklich bedrohen sie das Rebellische Musikfestival, das vom 13. bis 15. Mai im thüringischen Truckenthal stattfinden wird! Mittlerweile haben sie diese Drohungen auch auf ihre "Facebook"-Seite gesetzt. Ein Grund mehr, entsprechend zur antifaschistischen Demonstration zu mobilisieren.

Gegen die faschistischen Drohungen solidarisierten sich bereits das Berliner BOOM Orchester und die italienische Ska-Punk-Band NH3, die selbst auf dem Rebellischen Musikfestival spielen wird. Sie rufen zur Beteiligung an der Demonstration und Teilnahme zum Festival auf.

Rund 60 Bands und Künstler des Rebellischen Musikfestivals freuen sich schon an Pfingsten auf ihr Publikum. Das Rebellische Musikfestival ist das Kontrastprogramm zum Nazifestival in Hildburghausen. Es steht für antifaschistische, internationalistische, rebellische und revolutionäre Kultur. An acht Infopoints stellen Organisationen, Gruppen, Vereine und Parteien ihre Aktivitäten gegen Ausbeutung und Unterdrückung, für die Rettung der Umwelt, für Arbeits- und Ausbildungsplätze und für Antifaschismus- und Antirassismus und Internationalismus vor (siehe „rf-news“, 03.05.16). Jeder Teilnehmer kann sich hier informieren, diskutieren und überlegen, wie er oder sie selbst aktiv wird oder einfach auch nur entspannen.

Jetzt geht es im Endspurt darum, viele weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Flyer-Verteilen und Ticket-Verkauf zu gewinnen. Es sind noch genau zehn Tage bis zum Festival. Der Countdown für rebellisches Feiern, Zusammensein und gemeinsam kämpfen ist eröffnet! Weitere Infos unter: www.rebellischesmusikfestival.de

Jetzt erst recht! Kommt massenhaft zur Gegendemonstration der Antifaschisten am 7. Mai und zum Rebellischen Musikfestival an Pfingsten!

Demo Hildburghausen: Auftakt 11 Uhr am Parkplatz „Polizeidirektion“, Dr. Moritz-Mitzenheim-Str. An der B89, Abschlusskundgebung: Am Markt, Hildburghausen.

Hier geht es zur Petition "Keinen Fußbreit den Faschisten am 7.5. in Hildburghausen!"