Politik

Bremen: MLPD und REBELL mit schönem Stand am 1. Mai

Bremen (Korrespondenz), 03.05.16: Nach Wochen in Kälte und Regen der erste schöne Tag: Das passte gut zur Stimmung am 1. Mai! An der Demo beteiligten sich trotz aller Unkenrufe, an einem Sonntag kämen nicht so viele Kollegen, mindestens ebenso viele wie letztes Jahr. Laut Polizeiangaben waren 2.000 auf der Demo und 4.000 bei der Kundgebung auf dem Domshof. In Wirklichkeit waren es wohl mindestens 1000 mehr. Unübersehbar die vielen Metaller. Von Daimler, Airbus und Arcelor Mittal
kamen die größten Gruppen. Auffallend und lautstark besonders eine größere Gruppe von Jugendlichen, die den DGB kritisierten und revolutionäre Losungen riefen.

MLPD und REBELL hatten gleich am Eingang des Versammlungsplatzes ihren schönen Stand. Schon von weitem sah man die Fahnen und Transparente. Am Büchertisch und beim Kaffee an den Biertischen wurden viele Gespräche
geführt, etliche Rote-Fahne-Magazine und Bücher gekauft. Auch eine schön bebilderte Stelltafel informierte über das Engagement der ICOR-Brigadisten in Kobanê 2015, an denen auch drei Bremer teilgenommen hatten. Der Stand war nicht unumstritten gewesen. Erst nach einem Offenen Brief,
Solidaritätserklärungen und der Intervention aktiver Gewerkschafter beim
DGB, war dieser von seiner antikommunistisch motivierten Standablehnung
abgerückt. Dazu gab es viele Gratulationen am Stand. Auch von Kollegen,
die der MLPD nicht besonders nahe stehen, aber grundsätzlich für eine
weltanschauliche Offenheit sind. Etliche Flyer zum Rebellischen Musikfestival am 13.-15. Mai wurden an Jugendliche verteilt, auch sammelte der Rebell zahlreiche Unterschriften gegen das geplante Faschisten-Konzert am 7. Mai in Hildburghausen. Es fanden sich auch Mitstreiter für die dagegen organisierte Demonstration und Kundgebung am selben Tag.

Abends bei der Maifeier im "Postillion" gab es nach der sehr allseitigen
Rede und einem kleinen Sketch zu Merkel und Erdogan noch eine lebhafte
Diskussion, in deren Mittelpunkt die Gefahren und Chancen von Internet,
Smartphones und Sozialer Netzwerke stand.