MLPD

Lübeck: Breite Proteste gegen den Ausschluss von MLPD und DKP vom Maifest des DGB

Lübeck (Korrespondenz), 03.05.16: Etwa 650 Kolleginnen und Kollegen gingen am 1. Mai in Lübeck auf die Straße. Die DGB-Vorsitzende Hoffmann forderte in ihrer Rede auf dem Marktplatz "ZEIT für mehr Solidarität". Ganz und gar nicht solidarisch war der drei Mal bekräftigte Beschluss des DGB-Stadtverbandes, in diesem Jahr nur Parteien aus der Bürgerschaft mit "Arbeitnehmerflügel" zum Maifest zuzulassen. Das war ausschließlich auf die SPD zugeschnitten und schloss die MLPD und DKP aus. In den Lübecker Nachrichten vom Vortag hatten das schon viele Kollegen gelesen, auch von der Bewertung der MLPD, die diesen Beschluss als antikommunistisch bezeichnete. 100 Kollegen nahmen interessiert die Stellungnahme der MLPD, die frontal den Unvereinbarkeitsbeschluss der IG Metall gegen die MLPD als Grundlage des DGB-Beschlusses angriff. "Unglaublich", "undemokratisch" waren noch höfliche Ablehnungen dieses Beschlusses. Die massive Kritik reichte bis in den örtlichen Funktionärskörper der IGM.

Acht Organisationen, fairvereinen, die VVN, die Linke, Grüne, GAL, Courage, der CSD und die Freien Wähler protestierten gegen den DGB-Beschluss und sagten ihre Teilnahme am Maifest ab. Zum Schluss bildeten fast 100 ihrer Mitglieder am Ausgang vom Markt ein Spalier mit einem Transparent "Solidarität ist unteilbar" und wir sangen das Solidaritätslied von Brecht. Das war die Umsetzung der DGB-Losung, nur etwas anders als vom DGB gedacht. Alle Organisationen betonten, an der Maifeier im nächsten Jahr wieder teilnehmen zu wollen und luden die DGB-Vorsitzende zu einem Treffen in der nächsten Woche ein.

Erklärung der MLPD Lübeck